Die demographische Entwicklung und die FachkrĂ€ftesicherung scheinen als Themen in den Betrieben angekommen zu sein, denn 2010 habe es erstmals eine deutliche Tendenz gegeben, AusbildungsvertrĂ€ge frĂŒher als in vorhergehenden Jahren abzuschlieĂen. Zudem wachse die Zahl der Betriebe, so Garms, die sich intensiver um die Nachwuchsgewinnung bemĂŒhten.
2010 hat es in allen Branchen ZuwĂ€chse gegeben. »Auch in den vermeintlich âșunattraktiven Berufenâč gibt es mehr Auszubildende«, sagte Garms. »Dies sehen wir auch als BestĂ€tigung, dass unsere AktivitĂ€ten greifen.« In den vergangenen Jahren hat die Handwerkskammer kontinuierlich ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr Betriebe, Schulen und Jugendliche verstĂ€rkt, damit der Ăbergang von der Schule in den Beruf erfolgreich verlaufen kann. So legten im vergangenen Jahr zum Beispiel die Bau- und Ausbauhandwerke um 4,7 Prozent und die Nahrungsmittelhandwerke um 10,6 Prozent zu. Bei den Berufen der Elektro- und Metallhandwerke beziehungsweise der Holzhandwerke gab es ein Plus um fĂŒnf beziehungsweise 28 Prozent.
Der Blick in die Regionen zeigt ebenfalls gröĂtenteils ZuwĂ€chse. Einen zweistelligen Zuwachs verzeichnete der Landkreis Holzminden (15,5 Prozent). Im Landkreis Hildesheim gab es ein Plus um 8,7 Prozent, in Göttingen um 5,5 und in Osterode um 5,6 Prozent. Nur im Landkreis Northeim blieb 2010 die Bilanz negativ (minus 6,9 Prozent). Hier zeigte sich 2008 beziehungsweise 2006 ein Ă€hnlicher RĂŒckgang, weshalb eine Verbindung zum Ausbildungsrhythmus in den Betrieben nahe liegen könnte.
Die Betriebe starten in diesen Wochen bereits mit ihren Auswahlrunden fĂŒr das neue Ausbildungsjahr. Garms appelliert daher an die Unternehmen, sich auch bei den Absolventen des doppelten Abiturjahrganges als Arbeitgeber mit attraktiven Karrieremöglichkeiten einzubringen. »Nach dem laufenden Jahr 2011 werden die SchĂŒlerzahlen stark zurĂŒckgehen. Jetzt ist die Chance groĂ, auch qualifizierte Bewerber aus den Gymnasien zu gewinnen.« Handwerksbetriebe wies er darauf hin, dass sie bei der Bewerbersuche unter anderem durch das Ausbildungsplatzmatching und die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer unterstĂŒtzt wĂŒrden.


