Frische Erdbeeren aus Niedersachsen gibt es dann durchgängig bis Ende September. Die Ernte in den Normalkulturen dauert etwa drei bis vier Wochen. Danach sind die Früchte in den so genannten Terminkulturen reif. Sie wurden Anfang Mai gepflanzt und werden von Anfang Juli bis Mitte August gepflückt. Die Früchte der immer tragenden Sorten werden bereits seit 14 Tagen vom Feld geholt. Das kann sich bis Ende September oder je nach Witterung auch noch länger hinziehen.
In Deutschland werden jährlich etwa 13.000 Hektar Erdbeeren angebaut. Knapp ein Viertel davon steht in Niedersachsen (3.000 Hektar) mit Schwerpunkt in Südoldenburg. Jeder Bundesbürger verzehrt etwa drei Kilogramm frische Erdbeeren im Jahr. In der Summe sind das 230.000 Tonnen, die über die Hälfte (130.000 Tonnen) von deutschen Feldern kommen. Die übrigen Früchte werden überwiegend aus Spanien importiert.
Seit Mitte der 80er Jahre dominiert die niederländische Sorte »Elsanta« den Erdbeeranbau in Deutschland. Sie bildet derzeit den besten Kompromiss aus Geschmack, Erntemenge, Fruchtgröße und Transportfähigkeit. Weit verbreitet sind auch die frühe Sorte »Honeoye« sowie die sehr leckere und großfrüchtige, aber ertragsschwache Sorte »Darselect«. Sehr wohlschmeckend ist auch die Sorte »Korona«. Wegen ihrer kleineren und weicheren Früchte ist sie fast ausschließlich in direktvermarktenden Betrieben sowie in der Selbstpflücke zu finden.
Jährlich werden weltweit viele neue Sorten gezüchtet. In der Versuchs- und Beratungsstation für Obst- und Gemüsebau (VBOG) in Langförden werden viele davon für den Anbau in Niedersachsen geprüft.



