Die Körperzeichnung aus fĂĽnf hellen Flecken, die ein Kreuz ergeben, ist fĂĽr den Namen verantwortlich. Die groĂźen, meist runden Netze werden in Bodennähe oder an den unteren Zweigen von Sträuchern und Bäumen aufgebaut und mit mehreren starken Fäden verankert. Kaum mehr als eine halbe Stunde benötigt die Spinne fĂĽr den gesamten Netzbau. Einige Spinnfäden besitzen kleine Leimtröpfchen, die den Fangerfolg erhöhen. Oft sitzt die Spinne regungslos im Zentrum des Netzes und wartet auf Beute. Verfängt sich ein anderes Insekt im Netz, werden sofort Signale an die im Zentrum Âsitzende Spinne weitergeleitet – ein praktisches AlarmÂsystem. Das gefangene Insekt wird blitzartig mit einer Drehbewegung mit Spinnfäden zu einem Beutepaket verschnĂĽrt. Erst dann beginnt der Verzehr. Zum Ausbessern von LĂĽcken oder Netzzerstörungen frisst die Spinne die alten Spinnfäden auf und produziert neue.
Im Garten in Hecken und am Waldrand kann man ihr begegnen. Am Hinterleib befinden sich Spinnwarzen, mit denen die Fäden gesponnen werden. Lieblingsspeisen sind Fliegen und kleinere Heuschrecken. Im Gegensatz zu vielen anderen Spinnen kann die Gartenkreuzspinne über zwei Jahre alt werden. Für Hobbyfotografen lohnt es sich, bei Morgentau und Gegenlicht das Netz zu suchen und im Bild festzuhalten.



