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Tag des Wassers

Region (oh). Der Dienstag, 22. März ist der Weltwassertag 2011. Von den Vereinten Nationen 1993 ins Leben gerufen, wird jedes Jahr am 22. März  in verschiedenen Aktionen weltweit auf die Bedeutung des Wassers hingewiesen.
Für 2011 lautet das Motto »Wasser für die Städte: Antwort auf urbane Herausforderungen«. Damit ist der Blick auf die Probleme im Gewässerschutz im Zusammenhang mit der weltweit rasch zunehmenden Urbanisierung, insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern gerichtet.

Die UN-Water, eine Unterorganisation der Vereinten Nationen, hat das Thema gewählt, um Regierungen, Organisationen, Gemeinschaften und Einzelpersonen zu ermutigen, sich aktiv bei der Bewältigung der Herausforderung des urbanen Wassermanagements zu beteiligen. Jeder zweite Mensch (3,3 Milliarden) lebt zurzeit in der Stadt. Da die Stadtbevölkerung vor allem in Schwellen- oder Entwicklungsländern schneller wächst als Investitionen in die städtische Infrastruktur im Bereich Wasser und Abwasser getätigt werden, gibt es große Probleme: »Anwachsen der Slums, mangelnde Siedlungshygiene, fehlende Kanalisationen in den Slums sowie zu geringe Möglichkeit, das täglich anfallende Abwasser zu behandeln. Zusätzlich beeinflusst der Klimawandel die Wasserressourcen in Hinblick auf Quantität und Qualität (Überschwemmungen, Dürren, andere ex-treme Ereignisse)«, so die UN-Water. Viele Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Auch die aktuellen Ereignisse in Japan zeigen erneut, wie wichtig qualitätvolles Wasser ist.


Wasser ist eine grundlegende Ressource: Der Zugang zu sauberem Trinkwasser gehört zu den wichtigsten menschlichen Bedürfnissen.

Nur rund 0,3 % der weltweiten Wasservorräte sind als Trinkwasser verfĂĽgbar, das sind 3,6 Millionen Kubikkilometer von insgesamt ungefähr 1,38 Milliarden Kubikkilometern Wasser. Dennoch werden FlĂĽsse und andere Gewässer weltweit als natĂĽrliche Entwässerungskanäle benutzt. Auch in Europa gilt es, sich mit den Gewässern in urbanen Bereichen zu beschäftigen.

»Niedersachsen ist sehr wasserreich, die Versorgung der Bürger mit sauberem Trinkwasser hat für uns oberste Priorität«, erklärt Umweltminister Hans-Heinrich Sander. »Und Niedersachsen verfügt flächendeckend über eine öffentliche Wasserversorgung, die höchsten Standards entspricht«. Ziel sei es, grundsätzlich ortsnahe Wasservorkommen zu nutzen. Für den Trinkwasserschutz stelle das Land jährlich etwa 18 Millionen Euro zur Verfügung.

In Einbeck gibt es seit 1890 eine zentrale Wasserversorgung, der sich in den Folgejahren mehr und mehr BĂĽrger anschlossen. Brunnen und Pumpstationen wurden gebaut. Ab der Gemeindereform 1974 waren die Stadtwerke auch fĂĽr 22 Einbecker Ortsteile zuständig. Aufgrund des steigenden Verbrauchs liefert ab 1987 auch der Solling Trinkwasser und mit dem Hochbehälter Andershäuser Weg steht Trinkwasser in guter Qualität und Menge zur VerfĂĽgung. Das Einbecker Trinkwasser ist heute eine Mischung aus den zwei Wassergewinnungsanlagen Solling und Ă–lmĂĽhle. Seit 2003 versorgen die Stadtwerke neben der Kernstadt 31 Ortsteile mit jährlich rund 2 Millionen Kubikmeter Wasser. Das so  hiesige Trinkwasser erreicht »höchste QualitätsansprĂĽche«, so die Stadtwerke und erfĂĽllt selbstverständlich die strengen Anforderungen der deutschen Trinkwasserverordnung TVO. Die Anforderung an die Trinkwasserqualität ist in der DIN 2000 und der Trinkwasserverordnung (TrinkwV oder TVO) festgelegt. Geruchlos, geschmacksneutral, farblos, kĂĽhl, so definiert die DIN 2000 das Trinkwasser. Grundsätzlich darf es keine krankheitserregenden Mikroorganismen enthalten und sollte ĂĽber eine Mindestkonzentration an Mineralstoffen verfĂĽgen.
 
Für Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen ist Wasser entscheidend. Zumal er selbst zu etwa 70 Prozent aus diesem Element besteht. Eine Faustregel besagt, dass ein gesunder Mensch täglich zwei bis drei Liter Wasser zu sich nehmen sollte, wobei der genaue Wasserbedarf von seiner individuellen Situation abhängig ist. Die Flüssigkeitszufuhr steht auch in engem Zusammenhang mit lebenswichtigen Salzen und Mineralien. Wenn jemand beispielsweise viel schwitzt, sind mineralhaltige Getränke, wie Apfelschorle oder Mineralwasser, sinnvoll. Andererseits: Wer zu viel Wasser mit wenigen Mineralien trinkt, zum Beispiel destilliertes Wasser oder Tees, kann den Salzhaushalt seines Körpers aus dem Gleichgewicht bringen.

Wasser ist Leben, eine altbekannte Weisheit. Wir trinken es, wir kochen damit, waschen uns, gießen Blumen, gehen schwimmen. Es liefert uns Energie. Sauberes Wasser ist eine Grundvoraussetzung für die Gesundheit und Entwicklung der Menschen. Den Wert von Wasser erkennen wir oft erst, wenn die Qualität getrübt ist oder die Quellen versiegen. Deshalb sollten wir bewusst damit umgehen.

Einigen einfachen Maßnahmen kann jeder nachkommen, um Wasser zu sparen: Beim Zähneputzen kein Wasser laufen lassen, Duschen statt Baden, Wasch- und Geschirrspülmaschinen voll beladen, sich bei der Waschmitteldosierung nach dem Härte-bereich des Wassers richten, sich wasser-
sparende Armaturen einbauen lassen.

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    Letzte Aktualisierung: 17.05.2012