Blick durch die Maschenstraße auf das alte Kloster

Einbeck (wk). Das Foto zeigt die Maschenstraße im morgendlichen Sommerlicht. Auf dem Bild ist der sanfte Schwung des Straßenverlaufes zu erkennen. Genau hier verlief in der Mitte des zwölften Jahrhunderts der erste Befestigungsgraben der Einbecker Altstadt zwischen Maschenstraße und Knochenhauer Straße.

Die ursprüngliche Kalksteinpflasterung lag hier 1,80 Meter unter der heutigen Straßenoberfläche. Das große Gebäude im Hintergrund ist das ehemalige Clarissinenkloster. Das Nonnenkloster wurde auch »Süsternhus des hiligen Cruces« genannt (Süstern = Schwestern) und gehörte zum Franziskanerorden.

Es wurde wahrscheinlich um 1450 gegründet. Nach der Reformation lebten nur noch wenige Frauen hier. Als 1582 mit Dorothee von Einem die letzte Konventsangehörige verstarb, ging das Haus in den Besitz von Georg Herbst und Inge Raven über. Im zweiten Teil von Harlands Geschichte der Stadt Einbeck finden sich das genaue Sterbedatum und die erstaunliche lange Lebenszeit der letzten Nonne Dorothee von Einem: Sie »starb erst am 5. Mai 1582, nachdem sie ein Alter von 113 Jahren erreicht hatte«.

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