Ortsrat Amelsen

Detlef Rengshausen wird stellvertretender OrtsbĂĽrgermeister

Zum Ortsbeauftragten wurde Martin Helmker bestimmt / Carsten Henne rĂĽckt nach / Teilnahme am Ortsrats-Budget beschlossen

Amelsen hat einen neuen stellvertretenden Ortsbürgermeister: In dieses Amt wählte der Ortsrat Detlef Rengshausen. Dr. Carsten Traupe hätte sich eine andere Personalentscheidung gewünscht: Bei einer Gegenstimme wurde Rengshausen mit fünf Ja-Stimmen gewählt. Neuer Ortsbeauftragter wird Martin Helmker. Als neues Ortsratsmitglied wurde Carsten Henne verpflichtet von Volker Fuchs, Vertreter des Bürgermeisters. Fuchs wünschte viel Erfolg bei der Arbeit im Ortsrat.

Amelsens OrtsbĂĽrgermeister Hartmut Demann -links- steht nun der stellvertretende OrtsbĂĽrgermeister Detlef Rengshausen -vorne, Mitte- zur Seite. Ortsbeauftragter ist Martin Helmker -vorne, rechts-. Mit im Ortsrat sitzen noch Carsten Henne, Dr. Carsten Trau
Amelsens OrtsbĂĽrgermeister Hartmut Demann -links- steht nun der stellvertretende OrtsbĂĽrgermeister Detlef Rengshausen -vorne, Mitte- zur Seite. Ortsbeauftragter ist Martin Helmker -vorne, rechts-. Mit im Ortsrat sitzen noch Carsten Henne, Dr. Carsten Trau
Amelsen (sts). OrtsbĂĽrgermeister Hartmut Demann dankte den mehr als 25 Helfern beim Aufräumen des »Taubennestes«. »Die Aktion war klasse«, lobte er. Zurzeit werden dort Baumreste geschlagen. Hier geht der Dank besonders in Richtung Jagdgenossenschaft. Im FrĂĽhjahr wird der dort vorhandene Boden per Planierraupe verteilt. Es sei Aufgabe aller Amelser BĂĽrger darauf zu achten, dass es dort sauber bleibe, so Demann. Die Ortschaft wĂĽnscht zwar keinen Erdwall, bisher ist das aber Auflage des Landkreises.

Vardeilsen/Avendshausen organisiert ein Traditionsfeuer. Auch für Amelsen wäre ein sogenanntes Traditionsfeuer sinnvoll, meinte Demann. Er schlug den zweiten Sonnabend im Oktober vor. Grünabfälle dürfen dabei nicht verbrannt werden. Vielleicht findet sich ein Verein, der Bratwürste auf den Grill legt oder Getränke verkauft, und deshalb soll wegen des Termins zunächst mit den Vereinen gesprochen werden. Der Ortsrat sprach sich für ein Traditionsfeuer – Demann nannte es auch Kartoffelfeuer – an einem Sonnabend im Oktober aus.
Das Dorfgemeinschaftshaus soll künftig vom Förderverein geführt werden, da so eine präzisere Handhabung möglich sei. Verhandlungen mit dem Förderverein stehen also an, damit ab Januar 2013 der Förderverein die Federführung beim Dorfgemeinschaftshaus übernimmt.

In keinem besonders schönen Zustand ist der Kinderspielplatz. Die Stadt fördert neue Spielgeräte mit 60 Prozent der Kosten, wenn sich der Ortsrat mit 40 Prozent beteiligt. Für dieses Jahr sei aber der Topf leer, erklärte Fuchs. Ob es 2013 eine Neuauflage des Programms gibt, wird sich in den Haushaltsberatungen zeigen. Rengshausen regte ein großes Klettergerüst an. Dass gerade Spielgeräte für Kinder teuer seien, stellte auch Traupe fest. Damit sei die Anschaffung für den Ortsrat »ein großer Schluck aus der Pulle«. Fuchs regte an, sich zunächst zu informieren und vielleicht über Jugendprojekte eine kostengünstige Lösung zu realisieren. Ein Zuschussantrag könnte bei der Jugend- und Sportstiftung gestellt werden. Nicht zu vergessen sei auch, dass die heimischen Gärten meist gut ausgestattet seien, so Traupe. Das Thema wurde zunächst zurückgestellt und soll in einer späteren Sitzung diskutiert werden. Carsten Henne brachte noch eine »Aufhübschungsaktion« mit den Kindern und Jugendlichen aus dem Ort ins Spiel.

Auf das Dorfgemeinschaftshaus soll nun das Hauptaugenmerk gerichtet werden. Rund 3.000 Euro Ortsratsmittel sollen in das Gebäude fließen. Die Südseite des Hauses soll energetisch saniert, die Glasbausteine sollen ersetzt werden. Von den dafür zugesagten 10.000 Euro der Stadt mussten 4.700 Euro zunächst in die Tanks investiert werden, so dass der Zuschuss nur noch 5.300 Euro beträgt. Demann hofft, dass der städtische Zuschuss wieder aufgestockt wird auf 10.000 Euro. Amelsen übt Haushaltsdisziplin und beantragte für den Haushalt lediglich die Aufstockung des Zuschusses auf 10.000 Euro. Der Ortsrat wünscht sich auch von E.on einen Zuschuss. Die Ortsratsmittel in Höhe von 3.000 Euro sollen nun an den Förderverein ausgeschüttet werden, das befürwortete der Ortsrat einstimmig. »Wir pflegen unser Dorfgemeinschaftshaus«, so Demann, und die Dorfbevölkerung nutze es auch.

Den Haushaltsplanentwurf stellte Volker Fuchs vor. Lediglich ein kleiner Überschuss in Höhe von 149.000 Euro ist eingeplant. Doch es gebe viele Unwägbarkeiten, zudem wurde kein Geld für Unterhaltung und Sanierung von Gebäuden eingeplant. Nach dem Zukunftsvertrag sind die Ortschaftsmittel um 15 Prozent zu kürzen. Für alle Ortschaften stehen insgesamt 318.000 Euro zur Verfügung. Künftig soll das so genannte 30-Punkte-Aufkommen für die Grabenräumung dem jeweiligen Ortsratsbudget zugeordnet werden. Der Haushaltsansatz für die Feldwegeunterhaltung soll entsprechend der Fläche der Feldwege, die sich im Eigentum der Stadt Dassel befinden, dem jeweiligen Ortsratsbudget zugeordnet werden. Amelsen stehen 12.724,53 Euro zur Verfügung.
Bisher hat sich Amelsen gegen die Budgetierung gewehrt, so schlecht sei man damit nicht gefahren, meinte Demann. Nun aber könne man sich nicht mehr wehren, denn ansonsten drohten »Sanktionen«. Das Dorfgemeinschaftshaus allein habe in den vergangenen Jahren pro Jahr 7.000 bis 7.500 Euro Zuschuss benötigt. Dass das Haus – auch nur zeitweise – geschlossen werde, wolle man nicht riskieren. Deshalb sollte man in die Budgetierung einsteigen. Der Ortsrat habe kĂĽnftig mehr zu tun und mehr zu entscheiden, stellte Demann fest. Henne regte an, die Amelser zu aktivieren. Er hoffte, dass jeder Amelser dazu seinen Beitrag liefere.  Rengshausen hoffte auf mehr Mitglieder fĂĽr den Förderverein und auf stärkeres Engagement bei den Eigenleistungen. Vor allem die Heizkosten im Dorfgemeinschaftshaus will man reduzieren. Der Ortsrat beantragte das Ortsratsbudget.

2015 feiert die Ortschaft Dassel ihren 700. Geburtstag. Grundsätzlich ist man in Amelsen bereit, die Ortschaft zu unterstützen. Über eine konkretere Beteiligung wird man sich noch zu unterhalten haben. Carsten Henne schlug beispielsweise einen Trecker-Corso vor. Ansonsten sei die Organisation der Feier eine Sache der Ortschaft Dassel.
Als Schöffin vorgeschlagen wurde Edeltraud Rodenberg.

Ein Vorbereitungstreffen für eine Dorfweihnachtsfeier hat es bereits gegeben. Am 15. Dezember ist ab 17 Uhr eine musikalische Andacht in und um die Kirche geplant. Der Förderverein sorgt für das leibliche Wohl.
Der Ortsheimatpfleger und der Ortsjugendbeauftragte kĂĽndigten im Anschluss an die Sitzung den RĂĽckzug aus ihren Ă„mtern an. In Erinnerung an den stellvertretenden OrtsbĂĽrgermeister Kurt Kues wurde bei der Ortsratssitzung eine Kerze entzĂĽndet.
Vom 17.10.2012

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