Eine Person konnte die Ladefläche nicht mehr rechtzeitig verlassen und brach dort zusammen, der zweite Arbeiter kollabierte auf dem Parkplatz. Sofort begannen die Einsatzkräfte einen Dekontaminationsplatz zu errichten, zeitgleich rüstete sich ein Atemschutztrupp mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) aus, um die Menschenrettung durchzuführen. Danach begannen die Kräfte der FB 4 sofort damit, ihre Dekontaminationsstelle für Verletzte (Dekon-V) aufzubauen. In der Zwischenzeit wurden die beiden Arbeiter durch den CSA-Trupp aus dem Gefahrenbereich gerettet und zur Absperrgrenze gebracht, wo sie von Einsatzkräften des DRK und der FB 4 unter leichtem Chemieschutz erstversorgt und betreut wurden, bis sie weiter zur DEKON-Stelle transportiert werden konnten.
Der CSA-Trupp suchte währenddessen die Ladepapiere im Lkw-Führerhaus und dichtete den leckgeschlagenen Behälter sowie einen Straßenablauf ab. Danach begab sich der Trupp zur Dekon-Stelle, wo ihnen die CSA-Anzüge ausgezogen wurden, da die Luft in den Atemschutzgeräten aufgebraucht war und ihre Einsatzzeit zu Ende ging. Kurz darauf waren auch der Dekon-V Platz vollständig einsatzbereit und die Patienten durch die Arztgruppe der FB 4 nach Protokoll dekontaminiert. Anschließend wurden sie in ein angrenzendes Zelt gebracht, wo sie durch die Ärzte medizinische Versorgung erhielten. Im Anschluss transportierte der Rettungswagen der DRK-SEG Einbeck die Verletzten ins Krankenhaus.
Neu an diesem Einsatzkonzept des Gefahrgutzugs Einbeck war, dass erstmals ein DRK-Mitglied vor der »Schwarz/Weiß« Absperrgrenze unter Atemschutz und leichtem Chemieschutz zur Erstversorgung und Patientenbetreuung im Einsatz war, hieß es abschließend.



