Feuerwehr probte Ernstfall am alten Post-Gebäude

Mehr als 80 Einsatzkräfte nahmen an der Großübung in der Einbecker Innenstadt teil

Per Drehleiter wurden »Dummy-Bewohner« aus der dritten Etage gerettet.

Einbeck. Sirenenalarm schreckte am vergangenen Mittwoch gegen 18.40 Uhr Einbecker Bürger aus ihrer Feierabendruhe. Mancher fragte sich: »Was ist da los?« Es hieß: Das ehemalige Post-Gebäude in der Dr.-Friedrich-Uhde-Straße brennt, das Untergeschoss sowie die Wohnungen in der ersten und zweiten Etage sind verqualmt, Vermisste gibt es, Feuer versperrt Fluchtwege. Zum Brand kam es bei Umbaumaßnahmen im Keller – mehrere Arbeiter wurden durch das Feuer eingeschlossen. Weitere Personen in der zweiten Etage standen am Fenster und warteten auf ihre Rettung.

Das realistisch anmutende Szenario spielte sich im Gebäude der ehemaligen Post ab. Es handelte sich jedoch nur um eine Alarmübung, die Einbecks Stadtbrandmeister Lars Lachstädter mit seinen Stellvertretern Olaf Rettig und Kai Reichelt sowie dem stellvertretenden Brandabschnittsleiter Harald Sehl ausgearbeitet hatte. Ziel war, eine Brandbekämpfung mit gleichzeitiger Menschenrettung zu üben. Zuerst vor Ort war Ortsbrandmeister Frank Schwarz, der die Gefahr erkannte und sofort weitere Wehren aus Salzderhelden und Vogelbeck zur Unterstützung anforderte.

Unter seiner Einsatzleitung bauten die Feuerwehrleute eine Wasserversorgung auf und bekämpften das Feuer von außen mit Strahlrohren, um eine Ausweitung des Brandes zu verhindern. Zeitgleich suchten Atemschutzträger die durch Nebelmaschinen verqualmten Wohnungen nach Personen ab und schafften sie aus dem Gebäude. Mit der angeforderten Drehleiter brachten die Einsatzkräfte Bewohner aus der dritten Etage ins Freie sowie aus dem ersten Geschoss mit Steckleitern. Die Einsatzkräfte suchten nach Vermissten in Form von lebensgroßen Dummies und schafften sie aus dem Haus. Die Geretteten wurden dem Notarzt sowie Johannitern und DRK zur weiteren Betreuung übergeben.

Rund zwei Stunden waren 80 Einsatzkräfte mit Löschung, Menschenrettung und Nacharbeiten beschäftigt. Stadtbrandmeister Lars Lachstädter war mit der Übung zufrieden und stellte fest, dass sich die Bevölkerung immer auf ihre Feuerwehren verlassen kann.pk

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