Ab Montag sollen auch Schüler getestet werden

Wenn Testkits geliefert wurden | Einwilligungserklärung notwendig | Damit Präsenzunterricht möglich bleibt

Grundschul-Sekretärin Heike Hoffmann führt ­gemeinsam mit Hausmeister Karl-Georg ­Sommerhage den Selbsttest durch. Die städtischen Angestellten testen sich mittlerweile zweimal wöchentlich.

Dassel. Neben der Anwendung der Abstands- und Hygieneregeln und der kostenfreien Bereitstellung von FFP2- und OP-Masken für Lehrkräfte wird mit Testungen in den Schulen nun ein weiterer Baustein angeboten: Einmal wöchentlich können sich Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter testen lassen, und in einer Erprobungswoche vor Ostern sollen sich die Schüler freiwillig testen können. Dafür müssen entsprechende Einwilligungserklärungen vorliegen, die die Schulen jetzt einholen müssen. Für Grundschulkinder sollten die Tests nicht in der Schule, sondern zu Hause stattfinden.

An der Dasseler Grundschule hat gestern zum wiederholten Mal die Praxis Mehne aus Lauenberg Andrea Prellberg geschickt, um die Testung der Lehrkräfte vorzunehmen. An der Grundschule war die Testbereitschaft mit 13 Personen erfreulich hoch, auch von der in der Nachbarschaft liegenden Rainald-von-Dassel-Schule nahmen 13 Lehrer den Termin wahr.

Grundschulleiterin Ulrike Dammann erklärte, dass man das Angebot der Lauenberger Praxis, in die Schule zu kommen, dankbar angenommen habe.

Neben der Anwendung der Hygiene- und Lüftungsregeln sollen die Maßnahmen des Infektionsschutzes weiter ausgebaut werden mit regelmäßigen Tests der Schüler. Wenn sich das Virus weiter ausbreitet, kann man wohl davon ausgehen, dass die Tests für alle ein Stück »Normalität« werden. Je mehr Personen sich testen, umso geringer wird die Anzahl der unentdeckt positiven Fälle sein. Schulleiterin Dammann appelliert deshalb an alle, sich an den Tests zu beteiligen – zum eigenen Schutz und zum Schutz anderer. Und sie bittet die Eltern, die Einwilligungserklärungen umgehend der Schule zuzuleiten.

Den Corona-Laientest kann man selbstständig und ohne medizinische Fachkenntnisse, nach der Anleitung des Herstellers mit seinem Kind zu Hause vor dem Schulbesuch durchführen. So können im Idealfall Kinder, die sich bereits mit dem Coronavirus infiziert haben und noch keine typischen Symptome zeigen, durch einen positiven Corona-Laientest frühzeitig erkannt werden.

Die Ausgabe und die Verteilung der Selbsttests zur Testung der Beschäftigten und der Schüler erfolgt in der Schule – wenn die Testkits eingetroffen sind. Die Schulleiterin hofft, dass die Eltern gut mit den Testkits zurecht kommen.

Bei Vorliegen eines positiven Testergebnisses handelt es sich vorerst um einen Verdachtsfall, aber das Kind muss zuhause bleiben. Positive Testergebnisse werden dokumentiert und dem örtlichen Gesundheitsamt übermittelt. Zur Abklärung wird – wie sonst auch üblich – mit einem sogenannten PCR-Test nachgetestet. Bei einem positiven Testergebnis begibt sich die betroffene Person unmittelbar in Quarantäne, bei einem negativen Ergebnis erfolgt der Schulbesuch wie gehabt.
Nach dem Ende der Osterferien soll es Selbsttestungen für Schüler und an Schulen tätigen Personen regelmäßig einmal pro Woche kostenlos geben. Ergänzend könnten anlassbezogene Testungen gemacht werden, beispielsweise nach Ferien bei regionalen Inzidenzen über 100 oder bei konkreten Infektionsfällen.

Das im Niedersächsischen Innenministerium angesiedelte Kompetenzzentrum Großschadenslagen soll gemeinsam mit dem Sozialministerium fünf Millionen Laientests beschafft haben, die nun in mehreren Tranchen an Schulen und Landesbehörden ausgeliefert werden. Weitere Tests sollen folgen. Im Idealfall können so Personen, die sich bereits mit dem Corona-Virus infiziert haben und noch keine typischen Symptome zeigen, durch einen positiven ­Laientest frühzeitig erkannt werden.sts