Bilderbuch-Sommernacht sorgt für Traum-»Welle«

Beste Bedingungen und starker Besuch bei der »Welle21« | Turmspringen, und DJs heizen ein

Die DJs brachten die Besucher auf der Freibadwiese bei der »Welle21« zum Tanzen.

Dassel. Köpper, Kerze, Anker, Arschbombe oder das Rad, mit dem die Gewinnerin punkten konnte: Mit einem gut besetzten Sprungwettbewerb läutete der Förderverein des Dasseler Sollingbades die »Welle21« ein. Und was im vergangenen Jahr nach einer Überschwemmung im Freibad mit viel Hoffen und Bangen verbunden war, nämlich die Frage nach den Besucherzahlen, regelte sich diesmal von Beginn an aufs Beste: Die Massen strömten bis in die Nacht ins Freibad, und die Party wollte in dieser Hochsommernacht wie aus dem Bilderbuch gar kein Ende nehmen.

Einige Stammspringer waren dabei, einige spontane Teilnehmer haben sich noch gefunden, und so konnte Moderator Helmut Fricke 17 Mutige begrüßen, die einzeln oder im Team antraten. Zum siebten Mal ging es um den großen Preis der Kreis-Sparkasse Northeim (KSN), und die Leiterin der Geschäftsstelle Dassel, Andrea Spickermann, gehörte auch zur sechsköpfigen Jury, die nach fachkundigem Blick die Sprünge bewerteten. Dreimal mussten die Teilnehmer vom Drei-Meter-Brett ihr Können zeigen, die Teams waren zweimal von den Ein-Meter-Brettern und einmal vom Dreier gefragt.

Einige originelle Eigenkreationen zeigten die Teilnehmer, aber auch Klassiker wie die Schraube oder der Seemannsköpper waren dabei. Mit Schwung, aber vor allem mit viel Freude stürzten die Teilnehmer sich nach Drehungen, einem Salto oder mit einem Brett ins mit etwa 28 Grad angenehm warme Wasser.

Die Wertungen der Jury lagen teilweise dicht beieinander, dennoch zeichnete sich mit 159 Punkten eine klare Siegerin ab: Svea Ebbighausen begeisterte unter anderem mit einem ganz souverän vom Dreier geschlagenen Rad. Vor- und Vorvorjahressieger William Lampe kam mit 155 Punkten auf Platz 2, dicht gefolgt vom erst fünfjährigen Nico Klingenhagen mit 154 Punkten. Die weiteren Plätze belegten Norbert Hundertmark, Keren Alagöz, Daniel Dittrich, Max Hippler, Jessy Kirkby, Karo Gukasyan, Silas Tappe, Ricardo Gukasyan, Lasse Finn Tappe und Heiko Kues. Bei den Teams setzte sich das »Power«-Duo mit Rabea Maisold und Johanna Demmler gegen die »Divers«, Lars van Doorn und Stefan Wirth, durch. Bei der Siegerehrung standen lauter strahlende Teilnehmer auf der Bühne, denn für alle hatte die KSN Preise spendiert.

Nach dem Springen lief dann die Party an: feiern und tanzen, den Abend mit Freunden genießen, sich mit einem Cocktail erfrischen, eine Kleinigkeit essen, Musik hören – die Mischung machte es wieder.

Als Gute-Laune-Garant war diesmal DJ »Tanzbär« dabei, der es schaffte, genau den Musikgeschmack der Besucher zu treffen. Schlager, Hits, Evergreens, Angesagtes und der eine oder andere Musikwunsch, so kamen die Feiernden langsam in Fahrt. Zu späterer Stunde löste er sich mit den »White Brothers« auf der Bühne ab. Mittlerweile waren die Temperaturen auch ein bisschen zurückgegangen, so dass vor allem – aber nicht nur – die Jungen die Freibadwiese in eine Tanzfläche umfunktionierten; getanzt wurde zu einem Mix aus den Charts, Hip-Hop und Electronic Dance Music.

Der Andrang der Besucher nahm gar nicht ab, und schließlich konnten aus Sicherheitsgründen nur noch so viele Gäste nachrücken, wie das Freibad auch wieder verließen – volles Haus, ein Traum für den Förderverein.

Vor 21 Jahren wurde die »Welle«, damals als »Freibadparty«, ins Leben gerufen. Seither hat die Veranstaltung nichts von ihrer Faszination für die Besucher verloren. Längst kommen die Gäste nicht nur aus Dassel, sondern weit darüber hinaus. Sie ist seit einigen Jahren fester Bestandteil der Arbeit des Fördervereins des Dasseler Sollingbad, und die Ehrenamtlichen finden viel Unterstützung, wenn es darum geht, dieses Großereignis zu stemmen. Die Feuerwehr war wieder dabei, unter anderem an Abendkasse und Einlass, ebenso die DLRG-Ortsgruppe aus Einbeck, die es möglich machte, dass man auch zu später Stunde noch schwimmen konnte – angesichts der Temperaturen wurde das Angebot diesmal auch sehr rege genutzt.

Das tatkräftige Engagement, das notwendig ist, das Bad zu erhalten, zeigte sich erneut in vielen Bereichen – mit den wettermäßigen Idealbedingungen sorgte das alles dafür, dass die »Welle21« eine richtig runde Sache war, sowohl für die Veranstalter, als auch für die Besucher.ek

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