Der Schutz von Gästen und Aktiven geht vor

Vertreter regionaler Karnevalsvereine haben sich zum Austausch über die kommende Session getroffen

Vertreter verschiedener Karnevalsvereine aus der Region haben sich jetzt zu einer Sitzung getroffen. Es fehlte Kalefeld; der Dassenser Präsident wurde später telefonisch zugeschaltet.

Lauenberg/Region. »Karneval verbindet«, unter dieser Überschrift besteht seit Jahren schon eine besondere Verbindung und Freundschaft der Karnevalsvereine aus Einbeck, Lauenberg, Holtensen, Hollenstedt, Hilwartshausen, Sülbeck, Fredelsloh, Dassensen, Kalefeld und Moringen. Hierzu gehört, dass man sich während der Session bei den Veranstaltungen trifft und gegenseitig besucht, aber eben auch ein Austausch außerhalb der fünften Jahreszeit.

Hierzu trafen sich die einzelnen Vereinsvertreter kürzlich in Lauenberg, um zunächst die vergangene Session nochmals zu betrachten. Dabei wurden nicht nur die erfreulichen Dingen angesprochen, sondern auch die Bereiche, die nicht so positiv gelaufen sind. Ziel ist es, sich immer wieder kritisch zu hinterfragen, was man anders beziehungsweise besser machen kann.

Ein zweiter großer Tagesordnungspunkt war die Vorschau auf die Session 2020/21 und was durch Corona überhaupt möglich ist. Dabei wurde sehr schnell deutlich, dass alle Vereine die »Indoor-Veranstaltungen«, beispielsweise Büttenabend, Galasitzung, Kinderkarneval und so weiter nicht durchführen werden. Zwar ist es bis zur »heißen« Phase der närrischen Zeit noch etwas hin, gleichwohl erfordern die Vorplanungen und Vorbereitungen bereits jetzt entsprechende Entscheidungen. Schweren Herzens, so war von den Vereinsverantwortlichen unisono zu hören, sieht man vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens und zum jetzigen Zeitpunkt keine vernünftige und für die Vereine und insbesondere ehrenamtlich tätigen Kräfte auch verantwortbare Möglichkeit der Durchführung der bekannten Veranstaltungen. Der Schutz der Gäste sowie auch der eigenen Aktiven hat höchste Priorität. Dabei sollen die anstehenden Jahreshauptversammlungen möglichst durchgeführt werden, wie auch der interne Trainingsbetrieb und kleinere interne Aktionen, sofern möglich, stattfinden sollen.

Die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens wird natürlich auch von den Verantwortlichen laufend eng beobachtet. Sollten bahnbrechend neue Ereignisse die pandemische Lage grundlegend positiv ändern, könnte die Situation noch einmal neu bewertet werden.

Über die klassischen Freiluft-Veranstaltungen, die bekannten Karnevalsumzüge, haben einige Vereine bereits Entscheidungen getroffen, andernorts gibt es schon entsprechende Überlegungen. Die Richtung ist dabei sehr deutlich erkennbar: Eine Durchführung der Umzüge wird nur als schwer bis gar nicht umsetzbar angesehen. Auch hier machten die Vereinsvertreter deutlich, dass man sich die Entscheidung keinesfalls leicht gemacht habe beziehungsweise die Ortschaften, die sich noch nicht final festgelegt haben, die Probleme sehen und sich gleichsam entsprechende Gedanken gemacht haben. Zudem steht auch die Frage im Raum, ob nicht unter Umständen die zuständigen Behörden eine Umzugsgenehmigung coronabedingt sogar versagen und somit einen Umzug verbieten würden.
Einigkeit bestand darin, dass sich die Vereine auch weiter untereinander so gut austauschen werden, denn Karneval verbindet.oh