Der Weg vom Apfel zum Apfelsaft

Dassel. Einen Einblick in die Privatkelterei Creydt in Dassel konnten die Kinder jetzt im Rahmen des Herbst-Ferienprogramms werfen. Martin Creydt erläuterte den Weg der Äpfel vom Baum in die Flasche. Die Kinder wurden ausgerüstet mit Eimern und konnten zunächst Äpfel sammeln oder von den Bäumen schütteln. Die Gruppe brachte zusammen eine halbe Tonne auf die große Waage. Dann wurde der Transport der Äpfel in die Silos begutachtet. Schwimmend wurde das Obst ins Kelterhaus transportiert.

Danach werden die Äpfel durch eine Hammermühle grob zerkleinert. Diese sogenannte Maische wird anschließend zur Bandpresse gepumpt. Hier wird durch mehrere verschieden große Presswalzen aus den Äpfeln der frische Apfelsaft gepresst. Der rohe Saft geht dann in einen Tank. Bevor der Saft in sterile Edelstahltanks eingelagert wird, wird er erhitzt und danach direkt herunter gekühlt. Dies ist nötig, damit der Saft stabil bleibt und nicht zu gären beginnt.

Der Saft wird in Flaschen abgefüllt, etikettiert und mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Wo immer es möglich ist, bezieht das Unternehmen Creydt das Obst für seine leckeren Säfte aus der näheren Region. Durch die Apfelannahme-Stellen kommt der Betrieb in den Besitz von vielfältigen und teilweise alten Sorten, die so den Dasseler Saft bereichern. Gerade Äpfel können einer starken Geschmacks­variation unterliegen, deshalb finden mehrmals in der Woche Verkostungen statt. Die Dasseler Kinder waren natürlich eingeladen, die Säfte des Unternehmens ausgiebig zu testen. Die Apfelernte, so Martin Creydt, fällt in diesem Jahr allerdings unterdurchschnittlich aus.sts

Dassel

Kranz in aller Stille niedergelegt