Die Grundschulen hoffen auf Unterstützung

Dassel. Bei der Diskussionsveranstaltung »Kooperation Schulen und Vereine«, zu der die Stadtjugendpflege Dassel eingeladen hatte, trafen sich eine große Anzahl der örtlich ansässigen Vereine, um über das Thema der Ganztagsschulen informiert zu werden und um darüber zu sprechen, was es für Möglichkeiten einer Kooperation zwischen ihnen und den Grundschulen Dassel und Markoldendorf geben kann, zukünftig die Gestaltung eines Nachmittagsprogramms für die Schüler zu ermöglichen.

Zur Einführung hielt Gerhard Renziehausen als Vorsitzender der Sportjugend Northeim-Einbeck ein Referat über die Entwicklung von Ganztagsschulen, gab Eindrücke und Anregungen weiter von schon bestehenden Projekten und beantwortete verschiedenste Fragen der Anwesenden.

Während der anschließenden Diskussionsrunde wurde deutlich, dass die beiden Grundschulen einen erheblichen personellen Bedarf haben, um das Freizeitprogramm ihrer Schüler am frühen Nachmittag in der Zeit zwischen
13 und 15.30 Uhr an den Tagen zwischen Montag und Donnerstag zu gewährleisten, den sie selbst nicht bewältigen können.

Natürlich möchten die beiden Schulen ihren Schülern ein buntes, interessantes und abwechslungsreiches Programm bieten. Zur Ausstattung stehen nach Genehmigung einige Geldmittel zur Verfügung, um Interessierte mit einer Aufwandsentschädigung zu entlohnen.

Es gibt zwei Möglichkeiten die Schulen zu unterstützen: Einmal ist es möglich, einen Kooperationsvertrag mit einer oder auch mit beiden Schulen abzuschließen, bei dem es darum geht, eine oder mehrere Unterrichtsstunden mit einem Thema abzudecken. Hierbei können mehrere unterschiedliche Personen, die sich abwechseln, zum Einsatz kommen, um sich mit den Schülern zu einer bestimmten Zeit mit diesem bestimmten Thema zu beschäftigen. Hier wurde in der Diskussion das Thema »Ballspiele« gewählt – darunter kann Fußball, Handball, Volleyball oder ähnliches gefasst werden. Ein solcher Kooperationsvertrag würde sich für Vereine, Verbände oder Institutionen eignen. Es ist auch möglich, dass sich zum Beispiel zwei kleine Vereine zusammenfinden, um gemeinsam einen solchen Vertrag abzuschließen.

Eine zweite Möglichkeit ergibt sich durch den Abschluss eines Dienstleistungsvertrages, den Einzelpersonen mit den Schulen abschließen können. Hier stellt sich also eine einzelne Person zur Verfügung, die sich zu einer bestimmten Zeit in der Woche bereit erklärt, mit den Schülern ein Angebot durchzuführen.

Abschließend wurde in der Diskussionsrunde noch über einzelne weitere Fragen gesprochen. Abzuschließen werden diese Verträge generell schulhalbjährig sein, um die Kontinuität während eines Schulhalbjahres sicherzustellen. Der Auszahlungsmodus der Aufwandsentschädigung wird im Einzelfall geregelt. Voraussetzung für die einzelnen Anleiter oder Betreuer ist der sichere Umgang mit kleinen Schülergruppen im Grundschulalter.

Am Ende des Abends wurden die Vereine auch durch den Referenten und den Bürgermeister nochmals aufgefordert, sich als starke Partner der kommenden Ganztagsschulen in Dassel und Markoldendorf herauszustellen, auf die neue Entwicklung zu reagieren und ihre Chancen wahrzunehmen.

Interessierte können sich melden bei der Stadtjugendpflege Dassel, Telefon 05564/999610 oder info@stadtjugendpflege-dassel.de oder direkt bei der Grundschule Dassel: grundschuledassel@web.de oder bei der Kleeblattgrundschule Markoldendorf, Telefon 05562/294, oder gs.markoldendorf@t-online.de.sts