Eheglück seit mittlerweile 65 Jahren

Seit 65 Jahren sind sie einander herzlich zugewandt – Ursula und Werner Dietrich aus Lauenberg feierten gestern ihre ­Eiserne Hochzeit. Zahl­reiche Freunde ­und Bekannte fanden sich ein, um den beiden zum langjährigen Eheglück zu gratulieren – vor allem aber kam die ganze Familie zusammen. Und das ist dem Jubelpaar besonders wichtig, der Familienzusammenhalt.

Lauenberg. Werner Dietrich blickt auf eine bewegte Kindheit zurück, musste er doch als sogenanntes »Wolfskind« manche Schwierigkeit meistern. Doch mit seiner fröhlichen und zuversichtlichen Art ist er alle Probleme angegangen, ist von Ostpreußen über Litauen nach Lauenberg gekommen – damals mit dem Circus Barum, wie er berichtet.

Hier hat er mit Ursula seine Liebe gefunden, und er wurde im Hause seiner Braut mit offenen Armen willkommen geheißen. Am
19. April 1954 wurde geheiratet. Die kirchliche Trauung wurde am 12. Juni des Jahres nachgeholt, und diesen Tag feiern die beiden. Viele Jahrzehnte hat Werner Dietrich als Lkw-Fahrer für den Familienunterhalt gesorgt, während Ursula sich um die zwei Töchter gekümmert und später ebenfalls aushäusig gearbeitet hat.

Die 82-Jährige und der 87-Jährige waren immer sichtbar im Ort, pflegen ein gutes Miteinander mit Jung und Alt. Das Jubelpaar hat sich mit seiner freundlichen Art viel Wertschätzung im Ort erarbeitet, hat die Lauenberger Vereine unterstützt. Ursula war zudem lange aktiv in der Kirchengemeinde. Gemeinsam haben sie gerne im Garten gearbeitet und sind auch ­verreist. Dankbar ist Werner Dietrich den ­Litauern, die ihm in seiner Kindheit beziehungsweise Jugend geholfen haben, und so hat er Anfang der 1990er Jahre auch Hilfsgüter dorthin transportiert.

Noch heute pflegt er eine Brieffreundschaft, schreibt in lateinischer Schrift auf Russisch. Seine leibliche Mutter hat er ausfindig gemacht, ebenso wie seinen Vater, und so pflegt er auch herzliche Kontakte in die USA. Im Kreis von Familie, Freunden und Bekannten wird am Sonnabend im Gasthaus Hagedorn auf das lange gemeinsame Leben ange­stoßen. Die ­Einbecker Morgenpost wünscht noch viele gemeinsame Jahre.sts