Ein innovatives Produkt aus Wellersen

Wellersen. Das Finanzministerium in Dresden wird aktuell mit einer Deckenkühlung ausgestattet. Hergestellt werden die Hochleistungs-Lehmmodule dafür in der Ziegelei Alten in Wellersen, vertrieben werden sie über ein Göttinger Unternehmen. Die Ziegelei Alten ist ein traditionsreiches, mittelständisches Unternehmen. Das Werk wurde 1929 von Karl Alten übernommen und wird bis heute erfolgreich in dritter Generation von der Familie Alten geleitet. Inhaber Iko Alten (Zweiter von rechts) hat jetzt dem Landtagsabgeordneten Christian Grascha (links), FDP, sowie Dieter Böhlke (Mitte) und Michael Spallek (Zweiter von links) vom FDP-Ortsverband Dassel das wassergeführte Lehmklima-System erläutert.

Der Baustoff Lehm verstärkt die gesunde Wirkung des Systems. Denn Lehm reguliert die Feuchte und nimmt Schadstoff auf. Außerdem verbessern die innovativen Lehm-Module diese Wirkung nochmals. Die Deckenheizung und -kühlung kombiniert die Vorteile einer Flächenheizung und Flächenkühlung mit gesundem Lehmklima. Die Montage des patentierten Systems ist einfach. Denn die Befestigung der Module erfolgt einfach auf einer glatten Unterkonstruktion aus Holz mit Schrauben. Nach Montage der Module wird das Rohr eingelegt. Die Decken werden dann mit Lehm-Leichtbauplatten geschlossen. Anschließend folgt die Beschichtung. Zum Teil händisch und teils automatisiert werden die Lehmmodule in der Ziegelei Alten produziert.

Nach dem Abfüllen der Module und dem Pressen erfolgt eine 48-stündige Trocknung. In einer Schicht werden rund 100 bis 120 Quadratmeter produziert, rechnete Betriebsleiter Markus Langhage (rechts). Gearbeitet wird in drei Schichten. Das Interesse an den Modulen sei im europäischen Ausland größer als in Deutschland, stellte Alten fest. Lehm sei ein nachhaltiges Produkt, und er sieht hier großes Entwicklungspotenzial.

Mit der Uni Göttingen gebe es zudem ein Forschungsvorhaben zur verbesserten Stabilität des Produkts.sts