Ortsrat Markoldendorf

Ein Kolumbarium in der Kapelle

Darf Veranstaltungen auf dem Alten Markt nicht beeinträchtigen / Haushalt 2011

Nicht nur der Haushalt 2011 stand auf der Tagesordnung des Ortsrates Markoldendorf, sondern auch Grundstücksangelegenheiten, der Osterfeuerplatz, die Bücherei und die Verplanung von Ortsratsmitteln. Der Umbenennung der Stadt Dassel in Grafschaft Dassel stand der Ortsrat positiv gegenüber.

Markoldendorf. Das evangelisch-lutherische Pfarramt hatte sich dafür ausgesprochen, die Marienkapelle als Kolumbarium und damit als Friedhofsfläche zu nutzen. Das erfordert eine Änderung des Flächennutzungsplanes. Nach der Renovierung der Marienkapelle vor Jahren wurde deutlich gemacht, dass in die Kapelle keine Geld mehr investiert wird. Das markante Gebäude im Ortskern aber habe seine Bedeutung, solle weiter erhalten werden. Die Einrichtung als Kolumbarium (das der Aufbewahrung von Urnen dient) wäre eine Möglichkeit, Einnahmen zu erzielen. Das Für und Wider wurde diskutiert, einig war sich der Ortsrat, dass Veranstaltungen auf dem Alten Markt nicht in Mitleidenschaft gezogen werden dürfen. Grundsätzlich stimmte man dem Anliegen zu, behielt sich aber vor, in das laufende Verfahren einzugreifen und gegebenenfalls nochmals darüber zu diskutieren.

Schon länger Thema ist die Kündigung der pachtweisen Überlassung von städtischen Flächen im Überschwemmungsgebiet der Ilme in der August-Düker-Straße. Die Holzlagerschuppen sollen entfernt werden, so dass hier wieder eine freie Fläche entsteht, was einer Forderung der Unteren Wasserbehörde entspricht.
Das Pachtverhältnis für einen Randstreifen an der Ilme wird aufgelöst, das Gelände soll möglicherweise verkauft werden.

Der Ortsrat hatte vor Jahren am Steinberg eine Streuobstwiese angelegt, die allerdings wenig gepflegt wurde. Nun besteht hier der Wunsch, ein Haus zu bauen. Der Ortsrat erklärte sich damit einverstanden, fordert aber eine optische Abgrenzung zum Ehrenmal. Die Zufahrt soll über die Steinbergstraße erfolgen.
Bezüglich des Osterfeuerplatzes am oberen Steinberg soll mit der Unteren Naturschutzbehörde nochmals gesprochen werden.

Erfreulich angelaufen ist die Ortssanierung. Mit Interessenten wurden bereits Verträge abgeschlossen. In2010 stehen 300.000 Euro für die Ortssanierung zur Verfügung, wer weitere Auskünfte wünscht, kann sich an das Bauamt im Dasseler Rathaus wenden. Vorgesehen ist nun auch, die öffentlichen Maßnahmen in Angriff zu nehmen, vorrangig den Alten Markt.

Büchereileiterin Bianca Schwantes berichtete von der Bücherei. In 2009 wurden insgesamt 505 Bücher verliehen, darunter 448 Bücher für Jugendliche, 43 Belletristik- und 14 Sachbücher. 205 Leser besuchten die Bücherei, darunter 39 Jugendliche und sechs Erwachsene regelmäßig. Verzeichnet wurden sechs Neuanmeldungen. Die Bücherei konnte sich über 60 Buchspenden freuen. Im ersten Halbjahr 2010 gab es vier Neuanmeldungen, 190 Bücher wurden bisher verliehen.

Über den Haushalt berichtete Dassels Bürgermeister Gerhard Melching. Der eingebrachte Haushalt 2011 schließt in den Einnahmen mit 10.382.000 Euro und in den Ausgaben mit 17.851.000 Euro. Der Fehlbedarf liegt damit bei 7.469.900 Euro. Der jahresbezogene Fehlbedarf beträgt 98.300 Euro. Der Vermögenshaushalt beinhaltet Investitionen in Höhe von 1.248.700 Euro und weist eine Deckungslücke von 410.900 Euro aus. Investiert werden sollen 68.500 Euro in die Feuerwehren und das Feuerlöschwesen, 52.500 Euro fließen in die Kreisschulbaukasse, 227.500 Euro in die Grundschulsporthalle Dassel, 350.000 Euro in die Stadtsanierung Dassel, 450.000 Euro in die Stadtsanierung Markoldendorf und 92.000 Euro in Gemeindestraßen. Für den Bau des Wasserrückhaltebeckens Dassel wurde im Haushaltsjahr 2011 eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 399.000 Euro eingesetzt, und im Investitionsprogramm in den Jahren 2012 bis 2014 wurden  jeweils 133.000 Euro hierfür veranschlagt.  Eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage ist nicht mehr möglich, da sie bis auf den Mindestbestand ausgeschöpft wurde. Die Deckungslücke in Höhe von 410.900 Euro muss also durch Streichungen und Streckungen minimiert werden. Das Investitionsprogramm sieht für Markoldendorf rund 31.000 Euro für die energetische Sanierung der Schule vor.

Verplant wurden Ortsratsmittel: 500 Euro für die Bücherei, 50 Euro Pacht für den Osterfeuerplatz, 100 Euro für den Volkstrauertag und 400 Euro als Anteil des Ortsrates für einen neuen Sandkasten auf dem Spielplatz Bruchtorstraße.
Und der Rastplatz bei Markoldendorf-Eilensen soll künftig beschildert werden und Rastplatz »Lehmkuhle« entsprechend der Flurbezeichnung heißen.sts

Dassel

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