Einfluss auf Entscheidungen nehmen

Jahreshauptversammlung der Wählergemeinschaft »Bürgerforum« Dassel

Zum Vorstand gehören (von links) Günter Ehling, Detlef Muschalla und Ann-Katrin Schomburg.

Dassel. Bei der Jahreshauptversammlung der Wählergemeinschaft »Bürgerforum Dassel« standen neben den Wahlen auch der bevorstehende Wahlkampf auf der Tagesordnung. Vorsitzender Detlef Muschalla wird weiterhin den Vorsitz innehaben, er sieht das »Bürgerforum« als Team. Ann-Katrin Schomburg agiert als Stellvertretende Vorsitzende und Günter Ehling führt weiterhin die Kasse.

In seinem Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre im Stadtrat hob Muschalla hervor, wie wichtig das »Bürgerforum« für Dassel sei: »Sonst würde alles durchgewunken und weiter seinen Gang gehen – ohne konstruktive Diskussion und der Suche nach Alternativen, die dem Wohle des Bürgers dienen«. So stufte er den Widerstand gegen den Ausbau der Südstraße als erfolgreich ein.

Auch beim Bau des Kindergartens an der Kirche in Markoldendorf konnte der Widerstand von SPD und Bernd Stünkel (UBW) unter Einwirkung des Bürgerforums in der wichtigen Haushaltssitzung gebrochen werden. »Nur mit unserem gemeinsamen Antrag konnten die zusätzlichen und notwendigen Gelder in den Haushalt eingebracht und mit einer Ein-Stimmen-Mehrheit beschlossen werden«, verweist Muschalla auf die wichtige Funktion kleiner Parteien in einem demokratischen System. Das »Bürgerforum« hätte sich gewünscht, dass schon damals der Ausbau mit einer dritten Gruppe erfolgt wäre. »Wenn wir jetzt sehen, dass ein neues Baugebiet in Markoldendorf entsteht, dann wird sich der Bedarf dort deutlich erhöhen und diese dritte Gruppe wohl notwendig werden. Hier hätte man langfristiger denken müssen und dementsprechend gleich so bauen sollen«, führt der Bürgerforumsvorsitzende aus. Das wäre dann deutlich günstiger.

Als weiteren Erfolg verzeichnet das Bürgerforum die stetige Unterstützung für den Erhalt des Sollingbades. »Hier ist jeder Euro Investition doppelt wert, schließlich ist das Bad ein Ort des sozialen Miteinanders aller Generationen und erfüllt somit eine wichtige Sozialkomponente. Wir können uns glücklich schätzen, einen so engagierten Förderverein zu haben, dem das Wohl des Bades am Herzen liegt«, zeigt Muschalla auf und möchte in diesem Zusammenhang allen ehrenamtlich Engagierten danken, die das Leben in den Vereinen in Dassel und den Ortschaften lebenswert machen.

Für den Ortsrat Dassel berichtete Ann-Katrin Schomburg unter anderem über die erfolgreiche Grünschnitt- und Weihnachtsbaum-Sammelaktion. »Es sind die kleinen Dinge, die das Leben im ländlichen Raum lebenswert machen. Gegen eine kleine Spende statt teurer Abfuhrkosten bei den Deponien konnten die Bürger ihren Grünschnitt abgeben, sodass im Anschluss wiederum Spenden unter anderem an die Grundschule getätigt werden konnten. Eine echte Win-Win-Situation für alle Beteiligten«, berichtet Schomburg. Diese Aktion sollte nach dem Willen des »Bürgerforums« zukünftig weiter stattfinden beziehungsweise an bestimmten Tagen im Jahr etabliert werden. »Da es aufgrund von Corona derzeit keine Osterfeuer mehr gibt, ist das eine wichtige Aktion für die Dasseler Bürger«, erklärt Schomburg. Auch bei der Ausschreibung neuer Baugebiete müssen Bürger sowie Anlieger von Beginn an in die Planungen und deren anschließender Überarbeitung miteinbezogen werden, sodass hier einvernehmlich, nachbarschaftlich und vor allem transparent für Dassel neue Möglichkeiten des Bauens entstehen können. Schomburg und Muschalla danken den Dasseler Bürgern für die Unterstützung in den vergangenen fünf Jahren und für die zahlreichen Anregungen.

Aus Lüthorst berichtete Günter Ehling, dass das Thema Gipsabbau am Ravensberg noch immer nicht an Aktualität verloren hat. Die Stadtoldendorfer Gipsindustrie möchte dort 20 Jahre lang obererdig und unter Tage Naturgips fördern. »Mit diesem Vorhaben werden schützenswerte ökologische Nischen, wie das Beverprojekt, Quellsümpfe und Teiche unwiederbringlich zerstört«, sagt Ehling. Zudem wird das Wohnheim Haus Wildwiese, das in unmittelbarer Nähe des geplanten Gipsabbaus liegt, in seiner Existenz bedroht. Hier gilt es mit aller Kraft zum Wohle der Bürger das Projekt zu verhindern. Ein weiteres Problem stellt die Feinstaubbelastung durch die Aschedeponie zwischen Lüthorst und Wangelnstedt dar, ergänzt Muschalla.

Für die anstehende Wahl und somit für die kommende Legislaturperiode wünscht sich Muschalla aber eine noch größere Unterstützung aus der Bürgerschaft für das »Bürgerforum« Dassel, damit weitere Mitstreiter sowohl im Stadt- als auch Ortsrat vertreten sein werden. »Nur mit vielen Stimmen und somit mit mehr Mandaten können wir auf wichtige Entscheidungen zum Wohle des Bürgers Einfluss nehmen und diese dann im Zusammenspiel weiterer politischer Partner absichern«, ruft Muschalla auf, das »Bürgerforum« und seine Kandidaten für eine politische Vielfalt im Dasseler Rathaus zu wählen.oh

Dassel

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