Erfahrungen mit dem Homeoffice

Stadt hat Notebooks angeschafft | Schon beim ersten Lockdown wurden Arbeitsplätze verlegt

Um das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bei der Arbeit zu minimieren und die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen, soll auf Homeoffice gesetzt werden.

Dassel. Die Vorgaben zum Homeoffice werden jetzt in einer gesonderten Corona-­Ar­-beitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geregelt. Diese Bundes­verordnung trat am gestrigen Mittwoch in Kraft und wird zunächst bis zum 15. März fortgeführt. Arbeitgeber sind danach verpflichtet, Homeoffice anzu­bieten. Arbeitnehmer sollten das Angebot annehmen, soweit sie können, heißt es in der Verordnung.

Rathaus vergibt Termine

Es gelten strengere betriebliche Arbeitsschutzregelungen für Abstände und Mund-Nasen-Schutz: Müssen Räume von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, müssen pro Person zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen. In Betrieben ab zehn Beschäftigten müssen diese in möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden. Arbeitgeber müssen mindestens medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung stellen.
Das Rathaus der Stadt Dassel hat nicht geschlossen, sondern vergibt Termine, bei der die Bürger ihre Anliegen klären können. Dadurch wird unkontrollierter Begegnungsverkehr in den Fluren vermieden. Seit Ende November ist jedes Büro mit lediglich nur einem Mitarbeiter besetzt. Das Tragen eines effektiven Mund-Nasenschutzes ist auf den Fluren vorgeschrieben und natürlich auch, wenn eine zweite Person das Büro betritt. Die geltenden Abstandsregeln werden eingehalten, unterstreicht Bürgermeister Gerhard Melching. Es wurden beispielsweise auch zwei Arbeitsplätze in den Ratskeller verlegt.

Homeoffice-Voraussetzungen früh geschaffen

Für den Fall das eine Infektion ins Rathaus getragen wird – woraufhin zahlreiche Mitarbeiter in Quarantäne müssten – hat die Stadt insgesamt elf Notebooks angeschafft, damit die Arbeitsleistung der Stadt weiter gewahrt bleibt. Bereits beim ersten Lockdown wurden die Voraussetzungen für Homeoffice-Arbeits­plätze geschaffen. Derzeit sind zehn der 26 Verwaltungsmitarbeiter ins Homeoffice gegangen. Dort leisten sie rund 50 Prozent ihrer Arbeitszeit ab. Neben den Notebooks stehen den Mitarbeitern zuhause auch Monitore zur Verfügung. Mit den Notebooks steuern die Mitarbeiter ihre PCs im Rathaus quasi fern.
Rücksicht genommen wird bei Mitarbeitern auch darauf, wenn Kinderbetreuung ansteht, weil kein Schulbetrieb ist. Wegen notwendiger Kinderbetreuung hat eine Mitarbeiterin ihre Stundenzahl übergangsweise reduzieren müssen.

Das Rathaus in Dassel verfügt über eine PBX-cloud-Telefonanlage, die über das Internet arbeitet. Die Mitarbeiter können ihre Telefone mitnehmen und zuhause an­stöpseln und sind so unter der Dienst-Telefonnummer erreichbar. Dies nutzen aber nicht alle Mitarbeiter.

Proaktiv habe man die Voraussetzungen fürs Homeoffice geschaffen, so Bürgermeister Gerhard Melching. Zurzeit laufe das alles »ganz gut«.

Heute Ratssitzung in Hilwartshausen

Die Ratssitzung am heutigen Donnerstag wird als Präsenzveranstaltung durchgeführt – zumal aufgrund schlechter Internet-Verbindungen in Hilwartshausen oder Wellersen keine Hybridsitzungen denkbar wären. Das wäre lediglich im Dasseler Ratskeller mit dem eigenen WLAN-Hotspot machbar.sts

Dassel

Sozialarbeiter Laurentius

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