Ein Jahr voller Herausforderungen

Mitgliederversammlung des Fördervereins des Sollingbades | Investitionen in Technik | Weniger Tagesgäste

Den Kassiererinnen Ilse Flügel, Hannelore Langheim, Thea Seidel und Hannelore Bartels (von links) wurde mit einem Blumenstrauß gedankt.

Dassel. Ein Jahr mit vielen unerwarteten Herausforderungen zu meistern hatte der Förderverein des Dasseler Sollingbades - und das mit einem neuen Vorstand. Nun hofft die Führungsriege auf viele Sonnenstunden in diesem Jahr, um mit einem »kleinen finanziellen Polster, aber viel Optimismus« in die neue Saison starten zu können.

Bei der Mitgliederversammlung in der »Deutschen Eiche« blickte die Vorsitzende Jessica Schwerdtfeger auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Der neue Vorstand, der in vier Positionen neu besetzt war, habe sich einspielen müssen. Hinzu gekommen sei der Weggang des langjährigen Schwimmmeisters Andreas Freyberg.

Die Stelle wurde mit Julia Fahsmann neu besetzt. Die Stadt hat mit Daniel Stolper jetzt einen weiteren Schwimmmeister bestellt, der in der kommenden Saison vorwiegend in Markoldendorf eingesetzt wird. Im vergangenen Jahr gab es »extreme Schäden an den Beckenköpfen«, berichtete Schwerdtfeger.

Nach der teuren Reparatur konnte aber rechtzeitig geöffnet werden, und dabei spielte das Wetter mit. Während der folgenden Saison allerdings habe es »gefühlt nur geregnet«. Dadurch blieben die Tagesgäste aus, was zu rund 8.000 Euro weniger Einnahmen führte. Lagen die Eintrittsgelder 2016 noch bei 36.800 Euro, so waren es in der vergangenen Saison nur 28.700 Euro. Die Kosten aber blieben gleich.

Dankbar war Schwerdtfeger, dass das Frühschwimmen durchgeführt werden konnte. Viel diskutiert worden seien die Schlechtwetter-Öffnungszeiten, berichtete Schwerdtfeger. »Wenn es regnet, macht es keinen Sinn zu öffnen.« Gleichzeitig aber müsse eine gewisse Kontinuität in der Öffnungszeit gegeben sein, stellte die Vorsitzende klar. Der Gasverbrauch sank mit 3.360 Kubikmetern in 2016 auf 3.185 Kubikmeter in 2017.

Dann kam das Hochwasser, und wäre das Wasser in die Becken gelaufen, wäre die Saison beendet gewesen. Schnell und unbürokratisch hätten Stadt und Feuerwehr geholfen, und dafür wurde ausdrücklich gedankt. Eine Woche blieb das Sollingbad geschlossen, danach stand schon gleich »die Welle« an.

Durchgeweichter Boden ließ Rangiertätigkeit nicht zu, und so musste ein Teil der Großveranstaltung ausgelagert werden. Das habe nicht überall Zuspruch gefunden, räumte Schwerdtfeger ein, da die Atmosphäre im Bad durchaus schöner sei. Da am »Welle«-Abend aber ausnahmsweise gutes Wetter war, konnten 2.000 Menschen feiern. Das ergab einen Gewinn von 14.000 Euro.

Der Förderverein des Sollingbades beteiligte sich mit einem Wein-Stand bei »Dassel grillt an«, und will auch dieses Jahr wieder dabei sein. Erfolgreich waren auch Sommerfest und Oldiewelle. Ein großer Dank ging in Richtung aller Mitglieder, die bei den Veranstaltungen mitgeholfen haben.

Die Kassiererinnen Ilse Flügel, Hannelore Langheim, Thea Seidel, Hannelore Bartels wurden mit einem Blumenstrauß bedacht, Dank wurde Renate Kirk gezollt, die sich um die Blumen kümmert. Und ohne den Einsatz von Monika Appel, wurde anerkennend festgestellt, wäre das Schwimmbad beim Hochwasser »abgesoffen«.

Für ihren Einsatz wurde ihr besonders gedankt. Im Laufe der Saison gab es weitere, nicht absehbare Reparaturarbeiten. Umwälz- und Doppelwärmepumpe waren kaputt, ebenso die Chlorgasanlage. Die Politik gewährte einen finanziellen Zuschuss und die Chlordosierung wird nun auf Tabs umgestellt.

Dass die Stadt investiert, wertete die Vorsitzende als »hervorragendes Signal in Richtung Förderverein«, dem der erfolgreiche Betrieb des Bades damit offensichtlich zugetraut werde. Nach Ostern wird der Förderverein mit den Arbeitseinsätzen starten. Geplant sind zudem die »Welle« am 4. August, Sommerfest und Oldiewelle am 1. September.

Dabei wird sich erstmals die Mountainbike-Gruppe des DSC beteiligen, die eine Ausfahrt an diesem Tag im Sollingbad abschließen werden. Beim Lichterkettenfest wird sich der Förderverein auch engagieren, und überlegt wird, ob man das Kuchenbuffet bei der GHIDA organisieren kann.

Mit einem »blauen Auge« habe man die Saison überstanden, stellte Kassiererin Christina Wirt fest. Allein 21.000 Euro habe man in die Schwimmbadtechnik investieren müssen. Das finanzielle Polster sei nun kleiner, aber damit und mit viel Optimismus starte man in die neue Saison. Die Kassenprüfer bescheinigten ordnungsgemäße Kassenführung, dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Neue Kassenprüferin wird Hella Hahn. Zurzeit hat der Verein 445 Mitglieder - zwei mehr als vor einem Jahr.sts

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