Gewinn dank Förderung

Abschlussdokumentation der Dasseler Stadtsanierung liegt vor

Dassel. Veröffentlicht wurde jetzt die Abschlussdokumentation der Stadtsanierung Dassel, in Kürze wird die Broschüre als PDF zur Verfügung stehen.

Angesichts der Broschüre stellt Volker Fuchs, Fachbereichsleiter Bau & Ordnung, fest, dass es interessant sei zu sehen, was sich zwischen 1988 und 2016 in Dassel getan habe. Das Heft spiegele eindrücklich wider, was mithilfe der Städtebauförderung für den Wohnstandort Innenstadt erreicht werden konnte.

Das Ergebnis des Städtebauprogramms kann sich sehen lassen. Führten zu Beginn der Sanierung noch Landesstraßen mit erheblichem Verkehrsaufkommen durch das Sanierungsgebiet, hat sich Dassel nun zu einer lebenswerten Wohnstadt entwickelt. Es galt, Aufwertungs- und Rückbaumaßnahmen mit bedarfsorientierten Nutzungsformen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Bewohner des rund 9,9 Hektar großen Sanierungsgebietes zu verbinden.

Zum Abschluss der Stadtsanierung stellt Bürgermeister Gerhard Melching fest, dass das Ziel, Impulse zur baulichen und strukturellen Erneuerung des historischen Ortskerns zu geben, in großem Umfang erreicht wurde.

Die ersten Erwähnungen Dassels als »Villa Dassila« stammen aus den Jahren 826 bis 876. Bis in 20. Jahrhunderte dominierte die Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht, später kamen Handwerksberufe einschließlich Forstwirtschaft, Papierherstellung, Textil- und Metallverarbeitung hinzu. Die Metallverarbeitung war im 20. und 21. Jahrhundert dominierender Wirtschaftszweig - bis zur Schließung der Eisenhütte am Burgberg.

Dassels historischer Grundriss ist durch seine Geschlossenheit und die damit verbundene bauliche Enge geprägt. Bis ins 19. Jahrhundert wurden die Häuser in Fachwerk erstellt, dieser Baustil dominiert noch heute. Vor der Stadtsanierung führten die L580 und die L549 durch die Ortsmitte. Die Verkehrsbelastung ließ keine geordnete Entwicklung zu. Es gab erste Überlegungen zur Verlegung der Durchfahrtsstraßen. Das aber war nicht ohne Förderung machbar, 1988 wurde Dassel in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen.

Seitdem sind rund 6,668 Millionen Euro in die Städtebauförderung geflossen, je zu einem Drittel finanziert von Bund, Land und Stadt. Ausgegeben wurden rund 2,502 Millionen Euro für die Freilegung von Grundstücken und die Herstellung von Erschließungsanlagen, 1,358 Millionen Euro für die Abwicklung der Sanierung, 2,089 Millionen Euro für Modernisierung und Instandsetzung, 396.493 Euro für den Erwerb von Grundstücken und 321.700 für Gemeindebedarfs- und Folgeeinrichtungen.

Ziele der Förderung waren die Erhaltung des charakteristischen Bildes des Altstadt, die Entlastung der Kernstadt vom Durchfahrtsverkehr, die Stärkung des zentralen Dienstleistungs- und Geschäftsbereichs, die Stützung des Grundzentrums, die Verbesserung des Erscheinungsbildes von Platz- und Straßenräumen, die verbesserte Sicherheit und freie Beweglichkeit der Fußgänger durch Verkehrsberuhigung, die Anhebung der Wohnqualität, die Erhöhung des Fremdenverkehrs sowie die Motivierung der Bürger, Gestaltungsverbesserungen an ihren Gebäuden vorzunehmen.

Der städtebaulichen Rahmenplan gab die planerischen Absichten wieder. Straßen wurden in den vergangenen Jahren umgestaltet, die Hauptstraßen sind verkehrsberuhigt, neue Parkplätze wurden am Lilienplan geschaffen, der Luisenpark wurde mit Spielgeräten versehen, die Reste der Stadtmauer gesichert, die Wege auf dem Kirchplatz erneuert, der Ratskeller, die Blankschmiede und das Museum »Grafschaft Dassel« saniert.

Abbruchmaßnahmen sorgten im Quartier Burg-/Bahnhof- und Wilhelmstraße für bessere Belichtung, mehr Freiraum wurde zwischen Marktplatz und Burgstraße geschaffen.

Zudem haben viele private Eigentümer teilweise mit hohem finanziellen Einsatz Sanierungsmaßnahmen an ihren Gebäuden durchgeführt - Beispiele sind das Dasseler Gästehaus oder das Haus an der Stadtmauer 8.sts



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