50 Kilo »evangelischer« Bienenhonig an der PGS

Dassel. »Von der Stirne heiß rinnen muss der Schweiß«: Ganz schön in Schwitzen kamen die Schülerinnen und Schüler der Bienen-AG der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule bei der Honig-ernte. Sie hatten dabei Glück, dass zwei Schüler, die gerade einen Film über die Schule drehen, nicht nur den Ernteeinsatz filmten, sondern auch mit Hand anlegten.

Nach gut 40 Wochen der Vorbereitung konnte die Bienen-AG, unterstützt vom Imkerpaten Werner Gottschalk, die mit Honig prall gefüllten Waben aus den Honigräumen ihrer zwei Bienenvölker entnehmen. Anschließend musste die Versiegelungsschicht aus Wachs, die die Bienen über die mit Honig gefüllten Waben gebaut hatten, entfernt werden.

Dieser Vorgang wird »entdeckeln« genannt. Nach der Entdeckelung kamen die geöffneten Waben in die Honigschleuder, in der der Honig mit Hilfe von Muskel- und Zentrifugalkraft aus den Waben herausgeschleudert wurde. Der geschleuderte Honig wurde gefiltert, um sicherzustellen, dass keinerlei Fremdkörper hineingelangen können, und in großen Eimern aufgefangen. Bei der Honigernte ist Sauberkeit das A und O; schließlich soll das gesunde Naturprodukt lange haltbar sein, gut aussehen und auch gut schmecken, und es muss deshalb vor Verunreinigungen geschützt werden. Wie groß Hygiene bei der Bienen-AG geschrieben wird, erfuhr auch Schulleiter Gerhardt Wittkugel, der auf eine Stippvisite vorbeikam: Nur mit Kopfbedeckung durfte er die Honigküche betreten.

Die ausgeschleuderten Waben kamen wieder zurück in die Honigräume, sie können jetzt von den Bienen erneut gefüllt werden, um im Idealfall Ende Juli nochmals abgeerntet zu werden. »Bei über 28 Grad Celsius war die Arbeit an den Bienenstöcken in der Schutzkleidung eine echte Herausforderung, die von den Schülerinnen und Schülern aber gut bewältigt wurde«, so das Lob des Imkerpaten. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 50 Kilogramm »evangelischer« Bienenhonig stehen abgefüllt in der Honigküche und warten darauf, zunächst cremig gerührt und dann in Gläser abgefüllt zu werden. Es gibt also noch viel Arbeit für die Imker-AG.

Abschließend der prüfende Blick durch das Refraktometer, denn mehr als 18 Prozent Feuchtigkeit darf Honig nicht enthalten, wenn er geerntet wird, sonst könnten Gärprozesse einsetzen. Mit 17,6 Prozent Feuchtigkeit ist »PGS' Bester«, wie der Bienenhonig heißen soll, voll in der Toleranz. Zufriedene Gesichter bei den Schülern nach getaner Arbeit, und zur Belohnung gab es für alle ein Brötchen mit selbstgeerntetem Honig. »Lecker!«, so das eindeutige Votum bei der Verkostung.oh

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