In netter Gemeinschaft ein eigenbestimmtes Leben führen können

Richtfest gefeiert / Senioren-Haus bis Oktober fertiggestellt / Drei Hausgemeinschaften mit 52 Bewohnern am Gradanger / 46 Einzel- und drei Doppelzimmer reservierbar

Die Nachfrage ist groß, und beim Richtfest gab es durchweg positive Stimmen: Das Mundus Senioren-Haus in Dassel wird Ende Oktober fertiggestellt sein. Jetzt wurde Richtfest gefeiert – unter großer Beteiligung der Dasseler Bevölkerung.

Dassel. Mitten im Ort, am Gradanger in Dassel, sind nun rund 2.300 Quadratmeter Wohnfläche des Mundus Senioren-Hauses entstanden. Wie Rainer Koch vom Projektentwickler part AG erläuterte, feiere man ein Richtfest – obwohl das Gebäude keinen Dachstuhl habe. Der Baufortschritt sei groß, man sei weiter als geplant. Im August 2010 wurde mit der Planung begonnen, die entsprechenden Grundstücke wurden bis Dezember 2010 erworben. Der im September 2010 gestellte Bauantrag wurde im März 2011 genehmigt, mit dem Bau wurde umgehend begonnen. Ende Oktober ist das Gebäude fertig gestellt, und dann übernimmt Mundus das Senioren-Haus Dassel.

Das Senioren-Haus besteht aus drei Hausgemeinschaften mit 52 Bewohnern. Zur Verfügung stehen drei Doppelzimmer mit fast 29 Quadratmetern und 46 Einzelzimmer mit jeweils 21 Quadratmetern. Gestellt werden grundsätzlich Pflegebett und Nachttisch, auf Wunsch auch Schrank, Tisch, Stühle, Sideboard und Bilder. Es besteht die Möglichkeit, eigenes Mobiliar mitzubringen.

Hausgemeinschaft bedeutet in diesem Fall, dass jeder Bewohner über einen eigenen abgeschlossenen Lebensbereich verfügt, als Rückzugsbereich. Das Zentrum jeder Hausgemeinschaft bilden die großzügig zugeschnittenen Wohnküchen. In ihnen soll sich Vieles im Tagesablauf abspielen: lesen, singen, unterhalten, spielen, kochen, backen oder auch nur fernsehen – alles in Gemeinschaft. Zusätzliche Aufenthaltsräume wie das Café sind für alle Bewohner und Angehörige jederzeit zugänglich.

Grundgedanke dieser Wohnform ist, als Lebensgemeinschaft unter einem Dach zu leben, miteinander aktiv zu sein, dennoch ein eigenbestimmtes Leben zu führen und sich im gemeinsamen Haushalt, so weit es geht, einzubringen. Die Senioren erstellen mit den Alltagsbegleitern Haushaltspläne und verteilen Ämter und Aufgaben untereinander. Entsprechend ihrer Fähigkeiten sollen die Senioren eingebunden werden. Mit dem Motto »gemeinsam älter werden« ist auch gegenseitige Hilfe und Fürsorge verbunden, falls ein Bewohner aus gesundheitlichen Gründen keinen Beitrag zum gemeinsamen Haushalt mehr leisten kann. Oberstes Ziel des Lebens im Mundus Senioren-Haus ist, dass jeder Mitbewohner bis zum Tod in der Gemeinschaft ein eigenbestimmtes Leben führen kann und bei nachlassender Gesundheit umfassend versorgt wird.

In der Hausgemeinschaft sind die Alltagsbegleiter die Bezugspersonen. Sie übernehmen die Arbeit, die ansonsten von den Angehörigen in der häuslichen Pflege übernommen werden – Hilfe beim Anziehen, beim Zubereiten der Mahlzeiten oder beim Reinigen der Wäsche. Alltagsgestaltung und Begleitung sollen im Mittelpunkt des Geschehens stehen.

Neben dem Café gibt es noch drei Sinnesbäder im Haus und einen rund 320 Quadratmeter großen Innenhof. Das eingerichtete Musterzimmer samt Bad gefiel den Besuchern ausgesprochen gut, und auch Udo Pohler, Geschäftsführer der Mundus Senioren-Residenzen, war angetan von der Gestaltung. Die Zimmer sind bereits reservierbar.

Bürgermeister Gerhard Melching freute sich, dass nach vielen Bemühungen nun ein Senioren-Haus in Dassel installiert werden kann. »Das ist ein guter Tag für die Stadt.« Die Mundus Senioren-Residenzen eröffneten seit dem Jahr 1982 in verschiedenen Städten Residenzen. Nach der Übernahme des Mundus Senioren-Hauses Eterna in Bad Gandersheim und der Eröffnung des Hauses in Dassel folgt noch die Eröffnung des Hauses in Kalefeld.sts

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