Mehr als 400.000 Euro Sachschaden bei Großbrand in Markoldendorf

Dassel. Am vergangenen Dienstag mussten über 135 Feuerwehrleute einen Großbrand in der Kfz-Werkstatt in der Straße Am Caspul in Markoldendorf bekämpfen (die »EM« berichtete). Gegen 15 Uhr heulten die Sirenen, nachdem der Notruf 112 bei der Feuerwehr-Leitstelle Northeim eingegangen war.

Das schnelle Handeln der Einsatzkräfte hat eine größere Katastrophe verhindert und dafür gesorgt, dass das Feuer nicht auf die angrenzenden Wohnhäuser übersprang. Die Stützpunktfeuerwehr Markoldendorf unter der Einsatzleitung von Ortsbrandmeister Dirk Nagel und seinem Stellvertreter Andreas Rohmeier, mit Unterstützung der Feuerwehren aus Dassel, Wellersen, Hoppensen, Lauenberg, Ellensen, Eilensen, Einbeck, Northeim und FB4 Northeim, hatten das Feuer nach gut zwei Stunden unter Kontrolle. Glutnester in verschiedenen Bereichen des Gebäudes verhinderten aber eine frühzeitige Entwarnung.  Durch einen lauten Knall wurden die Anwohner in der Nähe des Brandortes am westlichen Ortsrand von Markoldendorf auf das Feuer aufmerksam. Innerhalb kürzester Zeit stand eine als Autowerkstatt genutzte Halle mit zwei Einliegerwohnungen im Vollbrand.

Unmittelbar nach der Alarmierung konnte unter der weiteren Einsatzleitung von Dassels Stadtbrandmeister Harald Sehl, Brandabschnittsleiter Frank Langheim und Kreisbrandmeister Bernd Kühle sowie einem Großaufgebot an Feuerwehrleuten der umliegenden Ortsfeuerwehren das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Die Werkstatthalle und die darin befindlichen Fahrzeuge konnten jedoch nicht mehr gerettet werden und wurden ein Raub der Flammen. Neben den Fahrzeugen lagerten zum Zeitpunkt des Brandes auch verschiedene Gefahrenstoffe sowie zahlreiche Autoreifen, die ebenfalls den Flammen zum Opfer fielen. Über der Brandstelle stand eine deutlich sichtbare schwarze Rauchwolke.

Die daraufhin angeforderte Umweltfeuerwehr Northeim führte ständige Kontrollen der Luft und der angrenzenden Gewässer, in die das Löschwasser floss, durch. Es wurden keinerlei gesundheitsgefährdende Werte festgestellt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit. Um ausreichend Löschwasser zur Brandstelle zu fördern, musste von der Feuerwehr eine Transportstrecke von der nahegelegenen Ilme bis zur Brandstelle errichtet werden. Glücklicherweise blieb es bei dem Brand lediglich bei Gebäude- und Sachschaden. Bei diesem Großeinsatz erlitten allerdings zwei Feuerwehrleute aufgrund der hohen Außentemperaturen einen leichten Kollaps, das DRK Einbeck konnte ihnen schnell helfen.

Die beiden Wohnungen im beschädigten Gebäudekomplex sind vorerst nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner konnten anderweitig untergebracht werden. Auch Dassels Bürgermeister Gerhard Melching erschien ebenfalls an der Brandstelle, um sich ein Bild vom Ausmaß des Brandes zu machen. Nach ersten Schätzungen liegt der Gesamtschaden bei rund 400.000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an. Zeugen, die Angaben zum Brand machen können, werden gebeten sich mit dem Polizeikommissariat in Einbeck unter Telefon 05561/94978-0 in Verbindung zu setzen.pk