Mit guten Kenntnissen auf Pilzsuche gehen

Dassel. »Endlich etwas Regen!«, das sagen derzeit selbst eingefleischte Sonnenanbeter. Was war das für eine Trockenheit im vergangenen Jahr: Pilzwachstum fand so gut wie gar nicht statt. Das machte sich auch beim Gift-Informations-Zentrum Nord (GIZ) in Göttingen bemerkbar, denn dort gingen sehr wenige Hilferufe zu Pilz-Verdachts-Vergiftungen ein.

Auch im ersten Halbjahr 2019 herrschte noch große Trockenheit in einigen Regionen Niedersachsens. Doch die Niederschläge und sinkenden Temperaturen der vergangenen Tage lassen nun langsam die Pilze wachsen. Sie sind wichtige Indikatoren für die Wälder, und man weiß heute, dass sie selbst kranken Bäumen wieder auf die Beine helfen können (Mykorhizza). Wer gut auf die neue Saison vorbereitet sein, viel Neues zu den Pilzen erfahren oder auch sein kulinarisches Wissen erweitern möchte, ist bei einer Lehrwanderung oder einem Kurs von Günther Schier, geprüfter Pilzsachverständiger, richtig. In kleinen Gruppen werden alle Pilze, die auf einer Tour gefunden werden, besprochen und in immer wiederkehrenden Übungen erklärt. Dazu gehören auch ungenießbare und giftige Arten. Aktive Mitarbeit ist erforderlich. Günther Schier bietet jeden Donnerstag von 17.30 bis 18.30 Uhr auch in der Bücherei in Dassel eine Pilzberatung an.

Informationen zu Lehrwanderungen und Kursen gibt es auf www.pilzfinder-solling.de oder unter Telefon 0176/34935852 (ab 17 Uhr). Die Fotos zeigen Pilzkörbe, wie man sie an guten Tagen mit nach Hause nehmen kann, und die Krause Glucke, einen gesuchten Speisepilz, der an alten Nadelhölzern wächst.oh