Mitglieder votieren einstimmig für den Betreibervertrag

Förderverein »Sollingbad« macht Weg frei für Nahwärmeversorgung / Sorgen ausgeräumt / Veranstaltungen geplant

Der Förderverein macht’s möglich: Das Dasseler Freibad wird im Mai öffnen und künftig durch Abwärme der Eisengießerei Gattermann versorgt – vorbehaltlich der Zustimmung des Dasseler Rates. Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung des Fördervereins »Sollingbad Dassel« votierten die Mitglieder einstimmig dafür, den entsprechenden Betreibervertrag abzuschließen. Dass man angesichts der anstehenden Arbeiten weiter die engagierte Mitarbeit der Mitglieder benötige, das hob der Vorsitzende Thomas Engell hervor.

Dassel. Ein beheiztes 50-Meter-Becken, ein Sprungturm, Nichtschwimmerbecken, Wasserrutsche, Babybecken, Beachvolleyballfeld und Spielplatz – das Dasseler Sollingbad hat Einiges zu bieten. Und das gilt es zu erhalten. Der mit dem Land abgeschlossene Zukunftsvertrag zwingt die Stadt dazu, den Defizitausgleich für das Bad auf 50.000 Euro im Jahr zu begrenzen, allerdings stehen dieses Jahr noch 150.000 Euro für Investitionen zur Verfügung. Dieses Geld soll in die neue Nahwärmeversorgung fließen, die Firma Gattermann stellt die Abwärme bereit.

Die Nahwärme soll die Kosten für die Badewassererwärmung reduzieren. Frühestens im Spätsommer dieses Jahres wird die Wärme zur Verfügung stehen. Damit werde die kommende Saison noch konventionell geheizt, was bedeute, dass der Förderverein möglicherweise auf seine Rücklagen zurückgreifen müsse, kündigte Engell an.

Geregelt wird die Wärmeversorgung per Betreibervertrag zwischen Stadt, Ortsrat und Förderverein. Eine Alternative zur neuen Wärmeversorgung gibt es nicht. Das Bad wird nicht geöffnet, wenn es keinen Betreibervertrag gibt. Als »Chance ohne Risiko für den Verein« stufte Engell den Betreibervertrag ein. Sorgen der Mitglieder konnten ausgeräumt werden, der Verein haftet lediglich mit seinem Vereinsvermögen. Einstimmig votierten die knapp 70 anwesenden Mitglieder des Fördervereins für den Abschluss des Betreibervertrages, der auch eine Beteiligung des Dasseler Ortsrates vorsieht. Ortsbürgermeisterin Petra Kersten signalisierte Unterstützung. Dank der Firma Gattermann laufe man in Zukunft nicht Gefahr »trocken zu schwimmen«, stellte Engell anerkennend fest.

Der Vorsitzende blickte zudem zurück auf das Vereinsjahr. Er dankte den Mitgliedern und dem Vorstand. Besonderer Dank ging an die Kassiererinnen Isolde Weidmann, Ilse Flügel, Hannelore Langheim und Dorothea Seidel sowie auch Fritz Sarstedt.

Das Team des Fördervereins hat in diesem Jahr in vielen Gesprächen die neue Wärmeversorgung vorbereitet, sich über solche Anlagen informiert. Arbeitseinsätze gab es zur Saisonvorbereitung, zur laufenden Unterhaltung des Bades und bei Veranstaltungen. Organisiert wurden die »Welle«, das Beach-Volleyball-Turnier samt »Hitze-Welle«, das Sommerfest, die Schiffsmodell-Veranstaltung, eine Helferfete, eine Grünkohlwanderung und das 12-Stunden-Schwimmen. Dank gebührt allen Helfern, aber auch der DLRG. Frank Thiemann, Vorsitzender der Einbecker DLRG, erklärte, dass man bestrebt sei, den Dasseler Stützpunkt eigenständig zu machen. Jeden Donnerstag ist die DLRG im Dasseler Freibad, es wurden Bronze- und Silber-Abzeichen in Zusammenarbeit mit Schwimmmeister Andreas Freyberg abgenommen und Junior-Retter ausgebildet. Das 12-Stunden-Schwimmen sei mit 62 Teilnehmern im Alter von sieben bis 81 Jahren und 122 erschwommenen Kilometern erfolgreich gewesen.
Kassiererin Antje Riemer konnte von einer soliden finanziellen Basis berichten. Die Kassenprüfer Rolf Wohlschläger und Hannelore Bartels bescheinigten saubere Kassenführung, Entlastung wurde erteilt. Neue Kassenprüferin wurde Christel Hahn, die mit Renate Kirk und Hannelore Bartels die Kasse prüfen wird.
In diesem Jahr geplant sind das 12-Stunden-Schwimmen am 23. Juni, das Sommerfest am
24. Juni, die »Welle« am 4. August, das Mix-Beach-Volleyball-Turnier samt Hitze-»Welle« am 25. August.

Das Engagement der Mitglieder wird weiter benötigt, in diesem Jahr zeitweise auch verstärkt. Renate Neumann hob hervor, dass das Engagement im Verein Spaß bringe und bat um Hilfe bei den anstehenden Arbeitseinsätzen. Gutes Beispiel für aktiven Einsatz sei Ulrike Brandenburg, die sich bereit erklärt hat, künftig die Kassiererinnen zu unterstützen. Über neue Mitglieder freut sich der zurzeit 383 Mitglieder zählende Förderverein.sts

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