Pädagogische Arbeit in KiTas und Grundschule verzahnen

Grundschule Dassel und Kindergärten in Lüthorst, Lauenberg, Sievershausen und Mackensen bewerben sich um Teilnahme am Modellvorhaben

Die Dasseler Grundschule mit den Kindertagesstätten Dassel, Lüthorst, Lauenberg und Sievershausen sowie der kleinen Kindertagesstätte Mackensen bewirbt sich um die Teilnahme am Modellvorhaben »KiTa und Grundschule unter einem Dach«. Die Bewerbungsunterlagen wurden jetzt unterschrieben. Insgesamt werden niedersachsenweit lediglich acht Modellvorhaben gefördert.

Dassel. In Niedersachsen soll Bildung für Kinder von null bis zehn Jahren kindgerecht, flexibel und ohne institutionelle Brüche gestaltet werden. Grundlage dafür ist eine enge Verzahnung der pädagogischen Arbeit in KiTas und Grundschulen. So setzt nun das Modellvorhaben »KiTa und Grundschule unter einem Dach« die Initiative »Brückenjahr« fort.

Das Niedersächsische Kultusministerium fördert ab dem Schuljahr 2012/13 im Rahmen eines neuen Modellvorhabens acht Standorte über einen Zeitraum von drei Jahren mit bis zu 30.000 Euro pro Jahr. Diese Modellstandorte entwickeln und erproben praxistaugliche Bildungsansätze für eine gemeinsame, multiprofessionell angelegte Förderung von Kindern im Übergang vom Kindergarten in die Grundschule.
Ein Modellstandort besteht aus einer Grundschule und mindestens einer Kindertageseinrichtung, die mit Unterstützung der Jugendhilfe vor Ort und dem Schulträger sowie dem Träger der Kindertageseinrichtungen zusammenarbeiten. Das Kultusministerium stellt eine fachliche Begleitung, ein erster Workshop ist im September geplant. Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 29. Juni eingereicht werden. Deshalb erfolgten gestern die notwendigen Unterschriften. Die Unterlagen wurden auf den Weg gebracht – vorbehaltlich der politischen Zustimmung, die am Donnerstag im Fachausschuss erfolgen soll.

Im Antrag heißt es, dass Dassel besonderen Wert legt auf ein breites schulisches Angebot und eine gesicherte Kinderbetreuung. Die Grundschule Dassel hat bereits Hospitationen zur »flexiblen Eingangsstufe« wahrgenommen und möchte jetzt die positiven Erfahrungen aus dem Brückenjahr fortsetzen. Die Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Kindertagesstätten erfolgt seit Jahren durch regelmäßige Absprachen. Der im Brückenjahr erstellte Kooperationskalender wird auch weiterhin ohne Abstriche fortgesetzt. Durch die daraus resultierenden Aktionen sind die Schule und die Lehrkräfte den Kindergartenkindern bekannt, so dass ihnen der Übergang leichter fällt. Angestrebt ist nun, sich auf ein gemeinsames Verfahren zur Beobachtung, Dokumentation, Förderung und Forderung der Kinder zu verständigen.

Schwerpunkte gesetzt werden sollen dabei im Bereich der Sprachförderung, im Regelbewusstsein und in den Bereichen Sport und Gesundheit. Die ganzheitliche Betrachtung der Kinder ist dabei selbstverständlich, besonders wichtig erscheint die Entwicklung und Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen.
Noch viel stärker als bisher sollen die Eltern einbezogen werden, auch Logopäden, Mitarbeiter des Sportvereins, Schwimmmeister, Therapeuten, Landfrauen, Freiwilligendienstler, Polizei, Medienberater, Ärzte, DRK und der Generationentreff Dassel könnten mitarbeiten. Notwendig wäre allerdings vorher die Einführung der flexiblen Eingangsstufe, kostenlose Busfahrten innerhalb des Modellstandorts und Eigentumsfächer in der Schule sowie passendes Mobiliar.

Die zur Verfügung gestellten 30.000 Euro im Jahr werden für Personal, Fahrtkosten, Fortbildungen und Sachkosten eingesetzt. Die Stadt Dassel hat für den Anteil der Personalaufwendungen für die Kindergärten zusätzlich 5.000 Euro pro Jahr für die Dauer des Modellprojektes in Aussicht gestellt – aber auch darüber muss noch politisch entschieden werden. Unterstützt wird die Bewerbung um das Modellvorhaben vom Landkreis Northeim als örtlichem Jugendhilfeträger.sts

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