Qualifizierte Alltagsbegleiter aus den Harz-Weser-Werken

Dassel. Vor Kurzem endete für neun Menschen mit Beeinträchtigungen, die in den Werkstätten der Harz-Weser-Werke beschäftigt sind, die vor einem Jahr begonnene Ausbildung zur »Zusätzlichen Betreuungskraft in der stationären Pflege«, eine Qualifizierung, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt anerkannt ist. Während die praktische Ausbildung in Pflegeeinrichtungen absolviert wurde, übernahm das Albert-Schweitzer-Familienwerk in Uslar den an die besondere Situation der Teilnehmer angepassten schulischen Teil.

Susanne Bloch vom Qualifizierungs- und Vermittlungsdienst der Werkstatt Dassel begleitete die neun Teilnehmer dabei. Alle absolvierten ihre Ausbildung erfolgreich und erhielten in einer Feierstunde ihr Zertifikat. Am Morgen traf sich die Klasse zum letzten Mal mit zwei Dozentinnen zum gemeinsamen Frühstück in der Schule, um sich über die interessanten Monate auszutauschen. Mittags begann in der Friedenskirche Uslar die Abschlussfeier mit Pflegeassistenten und Heilerziehungspflegern. Auch die Familien der Teilnehmer sowie Dozenten, Anleiter der Praxiseinrichtungen und Vertreter der Werkstattstandorte Osterode, Northeim, Dassel und Holzminden waren anwesend und stolz auf die Leistung der Absolventen. Verschiedene Beiträge der Schüler rundeten das Programm ab. Es gab viel Lob für alle; besonders hervorzuheben war ein Teilnehmer aus der Werkstatt Osterode, der jeden Montag die schulische Ausbildung besuchte, obwohl er dafür den langen Weg von Bad Lauterberg auf sich nehmen musste.

Das zeugt vom großen Willen, sich weiterzubilden und beruflich voranzukommen. Wie es mit der beruflichen Zukunft der Absolventen weitergeht, bleibt abzuwarten. Die meisten von ihnen arbeiten auf einem sogenannten »ausgelagerten Arbeitsplatz« in Einrichtungen für Senioren oder sind intern in der Werkstatt als Alltagsbegleiter eingesetzt.oh