Rainald-von-Dassel-Schule: Die Schüler auf das Leben vorbereiten – auch mit Projekten

Dassel. Die Abgangsschüler der Rainald-von-Dassel-Schule (RvD) wurden durch die Projekte »Elternschaft lernen« und »Schuldenprävention« auf ein schulden- und sorgenfreies Leben vorbereitet. Was macht eine gute Mutter oder einen guten Vater aus? Was bedeutet, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen? Wo bekomme man Hilfe, wenn man mit seinem Kind überfordert ist? Mit diesen und vielen anderen Problemen von Elternschaft setzten sich jetzt 17 Jugendliche der Rainald-von-Dassel-Schule intensiv auseinander. Angeleitet von den Pro-familia-Mitarbeiterinnen Ute Wiese-Hast und Alexandra Lüer sowie der Schulsozialpädagogin Doris Garbelmann stellten sie sich der Aufgabe, einen Babysimulator für drei Tage und Nächte zu versorgen und sich in das Elternsein einzufühlen.

Trotz schlafloser Nächte erkundeten die Schülerinnen und Schüler nachmittags die Beratungsstellen in Einbeck. Die Erziehungsberatungsstelle, das Jugendamt, das Diakonische Werk sowie das Kinder- und Familienbüro erklärten sich bereit, die »jungen Eltern« über ihre Institution und die Hilfsmöglichkeiten zu informieren. Unterstützt wurde das Projekt vom Landkreis Northeim, Jugendschutz. Einen anderen Schwerpunkt der schulischen Präventionsarbeit an der Rainald-von-Dassel-Schule stellte zum Schuljahresende das Thema Schuldenvermeidung dar.

Mit dem Hinweis »Überschuldung kann jeden treffen« wurden die Schüler der Abgangsklassen von Garbelmann, die auch ausgebildete Bankkauffrau und Schuldnerberaterin ist, für das Thema Geld und Konsum sensibilisiert und zu einem eigenverantwortlichen Umgang mit Geld angeleitet. Die Klassen beschäftigten sich mit den Ursachen von Verschuldung, sahen einen Film, in dem es um Verschuldungssituationen geht, und beschäftigten sich mit der Schulenwaage, die schnell aus dem Gleichgewicht geraten kann, wenn zum Beispiel Arbeitslosigkeit oder Trennung und Scheidung das Leben verändern. Die Schüler erkannten, dass bei solchen Ereignissen sofort gehandelt und »bewusst gerechnet« werden muss, um der Schuldenfalle zu entkommen.oh

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