Buntes Treiben auf der Fulda

Schüler der Paul-Gerhardt-Schule üben sich im Rudern

Dassel. »Mannschaft steigt...-ein!« - dieses war nur eines der vielen Ruderkommandos, welche 20 Schüler des elften Jahrgangs der Paul-Gerhardt-Schule während ihrer Ruderfahrt in Fuldatal-Wilhelmshausen erlernten. Begleitet von den Lehrkräften Uta Möllers und Heinz Stern sowie zwei erfahrenen Ruderern aus dem 12. Jahrgang, brach die Truppe auf.

Nach dem Einzug in das idyllisch gelegene Bootshaus der Uni Göttingen stand die Premierenfahrt auf der zehn Grad Celius kalten Fulda an. Im 4er-Gig, einem Boot, besetzt mit vier Schülern und einem Lehrer als Steuermann, konnten die zuvor auf einem Ergometer erprobten Ruderbewegungen zum ersten Mal auch im Wasser ausgeführt werden.

Die anfängliche Angst vor dem Kentern konnte schnell abgelegt werden, da sich herausstellte, dass diese Art von Boot stabil auf dem Wasser liegt. Nach einer Stärkung ging es am Nachmittag bereits in die 2er-Gig-Boote, in welchen je zwei Schüler mit einem erfahrenen Ruderer unterwegs waren. Abends wurde auf Grund der Wetterlage spontan gegrillt, ehe ein Großteil der Schüler bereits früh und erschöpft zu Bett ging.

Der Dienstag startete nach einem ausgiebigen Frühstück mit der Vorbereitung auf die Steuermannsprüfung, die am darauffolgenden Tag absolviert werden sollte. Schüler, die sich dabei gerade nicht auf dem Wasser befanden, übernahmen den Stegdienst.

Dieser bestand neben dem fachgerechten Heraustragen der Boote aus der Bootshalle und dem Zuwasserlassen außerdem darin, beim An- und Ablegen an den Steg zu Hilfestellungen zu geben. Dabei lernten die Schüler, gemeinsam zu agieren und im Team zu arbeiten. Die zwölf Kilometer lange Tour zum Dreiländereck bestritten am Nachmittag zwei Mannschaften, welche mit lahmen Armen, aber stolzen Gesichtern zurückkehrten.

Neue Energie konnte beim gemeinsamen Abendessen, zubereitet von einer der Kochgruppen, getankt werden. Am nächsten Tag wurden die von vielen gefürchteten Fun-Boote ausprobiert. In diesen Einer-Booten waren die Schüler auf sich alleine gestellt, erhielten jedoch Anweisungen und Hilfestellungen über ein Megaphon vom Steg aus. Trotz mehrerer Begegnungen mit Gebüsch und Ufer, konnten letzten Endes alle Ruderer trockenen Fußes anlegen.

Bald stand die erste Prüfung an. Aufgabe war es, einen 2er-Gig als Steuermann zu führen und die Mannschaft mit fachkundigen Ausdrücken ein Stück auf der Fulda entlang zu leiten, um schließlich eine Wende durchzuführen und sicher wieder anzulegen. Alle Schüler bestanden ihre Prüfung mit erfreulichen Noten und waren fortan qualifiziert, auch selber 2er-Gig- und 4er-Gig-Boote zu steuern.

Somit konnten am Donnerstag vielerlei Boote zu Wasser gelassen werden, und es war ein buntes Treiben auf der Fulda zu beobachten. Zum ersten Mal in dieser Woche wurden auch die 2er-Skiffs, Sportboote ohne Steuermann, die dementsprechend unstabil auf dem Wasser lagen, genutzt. Beginnend mit einem erfahrenen Ruderer, wagten sich am Ende des Tages bereits Teams aus zwei Anfängern in diese Boote.

Auch das erste und (zum Glück) einzige Kentern wurde an diesem Tag verzeichnet. Schuld an dieser war ein sogenannter »Krebs«, was das Hängenbleiben eines Skulls (Ruder) unter Wasser bezeichnet und somit die Stabilität des Bootes aushebelt. Nach dieser unfreiwilligen Abkühlung folgte die vorletzte Prüfung. Diese bestand darin, die Rudertechnik eines jeden Schülers zu bewerten.

Auch hierbei wurden durchgängig gute Noten erzielt. Während des letzten Abendessens wurde der Ablauf des nächsten Tages geplant, um den noch ausstehenden Prüfungsteil sowie den Auszug am Folgetag geregelt durchführen zu können. Nach dem Packen des Koffers am Morgen des letzten Tages, trafen sich die Schüler somit ein letztes Mal am Steg, um sich im Kurshalten in einem 2er-Skiff prüfen zu lassen. Anschließend daran brach die Gruppe auf und traf am Nachmittag wieder in Dassel ein.oh



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