Spaziergang als Beschäftigungsmöglichkeit

Immer mehr Menschen machen sich auf den Weg | Stadt und Landschaft entdecken

Beim Gang durch die Stadt (oder die Landschaft) tut man seinem Körper Gutes und man nimmt die Umgebung viel bewusster wahr.

Dassel. Seit Corona gehen die Menschen häufiger spazieren. Wer im Homeoffice arbeitet, nutzt die Gelegenheit, einmal herauszukommen und sogar Jugendliche machen sich auf den Weg. Der Spaziergang scheint sich im Lockdown immer mehr zum Volkssport zu entwickeln.

Durch tägliche Bewegung kann jeder seine Gesundheitsrisiken senken und seine Lebensqualität verbessern, sagen Experten. Spazierengehen is die einfachste Möglichkeit der Bewegung. Man ist an der frischen Luft, benötigt keine kostspielige Ausrüstung und kann zu jeder Tages- und Nachtzeit losgehen. Schon zehn Minuten wirken.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Es werden Glückshormone produziert, Stress und Müdigkeit werden abgebaut, Entspannung und Schlaf gefördert. Man stärkt seine psychische Gesundheit und sein Immunsystem. Bewegung an der frischen Luft hilft gegen Vitamin-D-Mangel, verbessert Konzentration, Gedächtnisses, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit sowie die Herzgesundheit. Der ­Kreislauf wird gestärkt, erhöhter Blutdruck und Alz­heimer-Risiko sowie Diabetes-Risiko gesenkt. Außerdem wird die ­Muskulatur gekräftigt, Gelenk- und Rückenschmerzen gelindert. Spazierengehen führt zu besserer Belastbarkeit der Gelenke, zur Senkung des Sturzrisikos, zur Verbesserung des Stoffwechsels, zum Abbau von Über­gewicht und zur verbesserten Sauerstoffversorgung der Haut. Wer sich auch nur moderat bewegt – etwa 20 Minuten zügiges Spazierengehen pro Tag –, kann sein Risiko für einen vorzeitigen Tod um 20 bis 30 Prozent senken.

Experten sagen: Durch die Bewegung beim Spazierengehen kommt es zu einer effizienteren Sauerstoffversorgung des Gehirns und die grauen Zellen werden besser miteinander vernetzt. Wenn man in der Natur ist, geht der Geist ebenfalls auf Wanderschaft, öffnet den Horizont, entdeckt und lernt. Man kann dem Alltag entfliehen, Achtsamkeit betreiben und das Immunsystem stärken.

Damit Kinder gern mitgehen, hilft es oft, den Spaziergang in Abenteuertrip oder Entdeckungsreise umzubenennen und dann auch Spannendes zu bieten. Es sollte genug Zeit eingeplant werden, um sich einen Stein, eine Pflanze oder ein Tier genauer anzuschauen. Auch Klettermöglichkeiten oder Pausen an Stellen mit Wasser gestalten den Spaziergang abwechslungsreich und kommen dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder entgegen. Man kann auch Spiele wie Verstecken oder Spurenlesen mit einbauen.

Grundsätzlich ist beim Spaziergang im Freien die Übertragungswahrscheinlichkeit für das Virus geringer als in geschlossenen, unbelüfteten Räumen. Dennoch sollten auch beim Spaziergang die AHA-Regeln beachtet werden: Abstand halten, zur Sicherheit mindestens 1,5 Meter, beim Sprechen eine Mund-Nasenbe­deckung tragen, Husten und Niesen in die Armbeuge. Abstand halten ist wichtig, weil das Coronavirus beim Husten und Niesen sowie beim Sprechen durch das Versprühen kleiner Flüssigkeitspartikel – sogenannte Aerosole – von einem Menschen auf den anderen übertragen werden kann.sts

Dassel

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