SPD lädt zum Stammtisch ein

Jahreshauptversammlung der SPD | Kritik am Kindergarten-Neubau | Ehrungen

Dr. Franc Pfahl (Mitte) ehrte Klaus Ahrens (links) und Dr. Wilhelm Priesmeier für langjährige Treue zur SPD.

Vor kurzem trafen sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Markoldendorf zu ihrer ersten Versammlung im neuen Jahr. Der Vorsitzende Dr. Franc Pfahl begrüßte die Anwesenden und als Gast den Bürgermeister der Stadt Dassel, Gerhard Melching, SPD.

Markoldendorf. Es folgten die Berichte des Vorsitzenden über die Aktivitäten im Jahr 2019, unter anderem der Besuch des niedersächsischen Landtages, die Motorradausfahrten und die Durchführung des ersten Stammtisches Anfang Januar 2020. Zukünftig sollen weitere Stammtische für die Mitglieder der SPD und für sonstige Interessierte an Themen aus Politik, Weltgeschehen und dem Ort Markoldendorf stattfinden. Der nächste Stammtisch ist im »Beverkeller« am 6. April, ab 20 Uhr geplant.

Der Bericht des Bürgermeisters der Stadt Dassel, Gerhard Melching, sowie des Mitglied  des Stadtrates Dassel, Klaus Pagel, zum aktuellen Geschehen im Stadtgebiet Dassel und dem Flecken Markoldendorf war Anlass für die Mitglieder, das immer noch aktuelle und wichtige Thema des Neubaus des Kindergartens Markoldendorf ausführlich zu diskutieren.

Nach der Kostensteigerung für das Gebäude, die wegen der besonderen Lage an der Kirche vom Denkmalschutz auferlegt worden ist, soll nun auch die Herstellung des Spielplatzes erheblich teurer werden. Statt der ursprünglich geschätzten Kosten von 130.000 Euro wurde von einem extra engagierten Landschaftsplanungsbüro ein Ausbauplan in Höhe von 285.000 Euro vorgestellt. In der Ortsratssitzung wurde von der Landschaftsplanerin vorgetragen, dass dies schon eine abgespeckte Planung von ursprünglich 577.000 Euro wegen des »unruhigen Geländes« notwendig sei. Die anwesenden Mitglieder des Ortsvereins der SPD sahen sich erneut bestätigt, dass der Standort für den Neubau des Kindergartens falsch gewählt worden sei. Parkplätze für Kindergarteneltern könnten nur durch eine Einbahnstraßenregelung in der Dorfstraße zur Verfügung gestellt werden. Die Höhenunterschiede im Gelände erforderten sehr hohe Kosten für Sicherungsmauern. Wegen des stark abfallenden Geländes könnten Teile für den Kindergarten gar nicht genutzt werden.

Der Zugang könne nicht richtig barrierefrei hergestellt werden, da die Kirchengemeinde nicht auf das Carport verzichten will. Damit bei Starkregen kein Oberflächenwasser in die Eingangstür fließen kann, seien weitere bauliche Maßnahmen nötig. Diese massiven Probleme zeigen, dass ein Anbau des Kindergartens an die Grundschule die bessere Lösung gewesen wäre.

Die Mitglieder waren sich einig, dass nun die von der CDU angeführten Mitglieder des Rates der Stadt, die diesen Standort mit der Mehrheit von einer Stimme seinerzeit beschlossen hatten, auch die Verantwortung für dieses überteuerte Projekt übernehmen. »Die Kinder brauchen nun einen ordentlichen Spielbereich und sollten nicht unter der Fehlentscheidung zum Bau dieser teureren Anlage am falschen Standort leiden müssen«, so Bürgermeister Gerhard Melching.

Allerdings, da waren sich der Vorsitzende Dr. Franc Pfahl und Stadtrat Klaus Pagel einig, dürfe der Steuerzahler nun nicht unzumutbar wegen des vorhersehbaren Problems des schwierigen Geländes, auf dem der Kindergarten aufgrund der Mehrheitsentscheidung der CDU-Ratsfraktion errichtet wurde, unzumutbar belastet werden.

Nach dem Bericht des Kassenverwalters Erhard Wolter, der einen Überschuss im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2019 vermelden konnte, und dem Bericht der Kassenprüfer, den Rolf Stahlmann vortrug, wurde der Vorstand auf entsprechenden Antrag einstimmig für das Geschäftsjahr 2019 entlastet.
Zum Ende des offiziellen Teils hatte der Vorsitzende noch die erfreuliche Aufgabe, den Genossen und ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages, Dr. Wilhelm Priesmeier, für 50-jährige, und den Zweiten Vorsitzenden des Ortsvereins, Klaus Ahrens, für 40-jährige Mitgliedschaft zu ehren und jeweils einen Geschenkgutschein überreichen zu dürfen.

Nachdem der Vorsitzende den offiziellen Teil des Sitzung beendet hatte, ging man zum gemütlichen Teil des Abends über, dem bereits traditionellen Schnitzelessen, zu dem auch die Partner der Genossinnen und Genossen eingeladen waren.oh

Dassel

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