Startschuss für Besuchsserviceprojekt

»EMMA« möchte Freiwillige in der Region Dassel gewinnen / Treffen am 15. Februar

Das Besuchsserviceprojekt »EMMA« ist mit einer Informationsveranstaltung für Freiwillige der Besuchsdienstkreise der Kirchenregion Dassel gestartet. »EMMA« möchte freiwillige Helfer in den Gemeinden der Region Dassel gewinnen, die regelmäßig alte und einsame Menschen besuchen. Mögliche Aktivitäten sind dabei gemeinsame Gespräche, Vorlesen, Spaziergänge, Besuch kultureller Veranstaltungen, Fahrdienste zu Ärzten und Apotheken.

Dassel. Die Projektnotwendigkeit liegt im demographischen Wandel begründet. In den Orten der Kirchenregion Dassel steigt der Anteil betagter und hochbetagter Menschen stark an.

Beate Marker, Projektkoordinatorin, und Marco Spindler, Kirchenkreissozialarbeiter im Diakonischen Werk Einbeck, konnten mehr als 20 Gäste in der Cafeteria der Paul-Gerhardt-Schule Dassel begrüßen. Im Rahmen einer kleinen Eröffnungsandacht nahm Superintendent Heinz Behrends Bezug auf Matthäus 25, 40: »Was ihr einem von diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan.« Er stellte heraus, dass diakonisches Handeln ein Gewinn für alle Beteiligten sei, ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Er habe im Rahmen eigener Hausbesuche erfahren, wie wertvoll und bereichernd die Begegnungen mit anderen Menschen seien. Als Vorsitzender des Diakonievorstandes Leine-Solling hieß Heinz Behrends Projektkoordinatorin Beate Marker als neue Mitarbeiterin willkommen. »Ihre Arbeit in der Region Dassel ist hoch anerkannt. Sie kennen sich bereits sehr gut in den Strukturen aus, so dass wir direkt starten können, ohne wertvolle Zeit zu verlieren«, so der Superintendent.

Beate Marker informierte über die Inhalte des Projektes. Die wesentliche Aufgabe bestehe darin, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen. Eine wichtige Rolle spielten deshalb die sogenannten »Brückenbauer«, also Menschen und Institutionen, die in den einzelnen Ortschaften bereits über Beziehungsnetzwerke verfügen.
Gerade die Freiwilligen der bestehenden Besuchsdienstkreise der Kirchengemeinden in der Region seien wichtige Brückenbauer. »EMMA« muss nun laufen lernen und benötigt deshalb die Unterstützung vieler Menschen, die unsere Projektidee in die Gemeinden tragen«, so Beate Marker. In den nächsten Wochen werde sie versuchen, mit Ärzten, Pflegediensten und anderen Institutionen ins Gespräch zu kommen, um die Vernetzung vor Ort voranzutreiben.
Die Teilnehmer der Veranstaltung bekamen dann noch die Gelegenheit, eigene Wünsche und Ideen einzubringen. Marco Spindler: »Wir sind offen für Vorschläge und Anregungen. Unsere ›Brückenbauer‹ verfügen über praktische Erfahrungen, die wir gerne aufnehmen und konzeptionell berücksichtigen.«

Das nächste »EMMA«-Treffen findet im Pfarrhaus in Markoldendorf am 15. Februar ab 18 Uhr statt. Weitere Interessenten sind dazu eingeladen. Das Projekt »EMMA« ist erreichbar unter der Telefonnummer 05562/9505876 oder per E-Mail unter emma@leine-solling.de. Detaillerte Projektinformationen können auch auf der Webseite www.diakonie-leine-solling.de abgerufen werden.oh