Trinkwassergebühr steigt leicht

Das bedeutet bei durchschnittlichem Verbrauch rund 1,60 Euro jährlich mehr | Abwassergebühren stabil

Dassel. In der öffentlichen Sitzung der Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Solling wurde neben den Gebührenkalkulationen für das Jahr 2018 auch über den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr und den Jahresabschluss 2016 beraten.

Aus den Kommunen Dassel, Bodenfelde und Wahlsburg wurden die Mitglieder der Verbandsversammlung vom Vorsitzenden, Bürgermeister Melching, begrüßt. Durch den Geschäftsführer des Verbandes, Joachim Hawranke, wurden die Gebührenkalkulationen 2018 für die Mitgliedskommunen in den Bereichen Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung vorgestellt. Insgesamt wurde es von den Mitgliedern der Verbandsversammlung als positiv angesehen, dass die Schmutzwassergebühr und auch die Gebühr für die Oberflächenentwässerung für 2018 weiterhin auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden konnte.

Es wurde berichtet, dass aufgrund der umfangreichen gesetzlichen Änderungen für die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung, welche in diesem Jahr in Kraft getreten sind, in den kommenden Jahren eine Erhöhung der Schmutzwassergebühr zu erwarten ist. Die Änderungen führen zu weiteren zusätzlichen finanziellen Belastungen, da der Klärschlamm im Bereich des WAZ »Solling« ausschließlich über die Landwirtschaft verwertet wird.

Im Bereich der Trinkwasserversorgung wurde eine Erhöhung der Gebühr um 0,04 Euro pro Kubukmeter bereits für das kommende Jahr erforderlich. Die moderate Gebührenanpassung führt jedoch nur zu einer geringen Belastung der Haushalte: Bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 40 Kubikmeter Wasser im Jahr errechnet sich lediglich eine durchschnittliche Mehrbelastung von 1,60 Eurp pro Jahr. Die Gebührenerhöhung ist notwendig, um die in diesem Jahr durchgeführten umfangreichen Investitionsmaßnahmen im Trinkwasserleitungsnetz in Höhe von rund 933.000 Euro zu refinanzieren.

Im Bereich der Stadt Dassel wurden die Trinkwasserleitungen in Markoldendorf (Neuer Markt, sowie Teilbereiche Bever- und Magnusstraße), Lüthorst (Luthardstraße), Hilwartshausen (Bergstraße und Dasseler Weg), Sievers-hausen (Untere Trift) und Dassel (Friedrich-Schünemann-Straße) erneuert.
In der Gebührenanpassung wurde auch die Kündigung des Wasserlieferungsvertrages für die Ortschaften Merxhausen und Hellental berücksichtigt. Die Stadtwerke Stadtoldendorf führen die Wasserversorgung für diese Ortsteile seit Januar 2017 wieder ausschließlich in eigener Zuständigkeit durch. Bisher erfolgte die Wasserversorgung auch über den Hochbehälter in Mackensen. Die bestehende Wassergewinnungsanlage in Mackensen wird daher seit Jahresbeginn nur zur Wasserversorgung dieses Ortsteils genutzt.

In der Sitzung der Verbandsversammlung wurde ebenfalls über den Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 beraten. Für alle Bereiche des WAZ »Solling« wurden im Erfolgsplan Einnahmen in Höhe von 4.767.500 Euro und Ausgaben in Höhe von 4.718.400 Euro eingeplant. Hieraus wurde ein ausgewiesener Jahresgewinn in Höhe von 49.100 Euro ermittelt. Der Vermögensplan sieht ausgeglichene Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 4.796.800 Euro vor. Für Investitionen sind rund 3,9 Millionen Euro vorgesehen. Als größte Investitionsmaßnahmen im Bereich Dassel wurden der Neubau des Hochbehälters Lauenberg (1.100.000 Euro), Trinkwassernetzerneuerungen im Ortsnetz Dassel (150.000 Euro), Erneuerungen im Wasserwerk Lauenberg (100.000 Euro), Kanalnetzerneuerungen im Ortsnetz Dassel (700.000 Euro), Erneuerungen auf der Kläranlage Dassel (120.000 Euro) genannt.

Von der Verbandsversammlung des WAZ »Solling« wurde auch der Beschluss zum vorgelegten Geschäftsbericht 2016 gefasst. Nachdem der Geschäftsbericht 2016 durch das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Northeim geprüft wurde, wurde ebenfalls der Beschluss über die Prüfung der Jahresrechnung gefasst.

Da in der Schlussbemerkung des Prüfungsberichtes für das Jahr 2016 vermerkt ist, dass die Geschäftsführung ordnungsgemäß erfolgt und die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, nicht zu beanstanden ist, wurde dem Geschäftsführer für das Wirtschaftsjahr 2016 Entlastung erteilt.oh