Ortsrat Markoldendorf

Viele Spielgeräte sind reparaturbedürftig

Stolpersteine für Markoldendorf | Bestattung unter Bäumen | Betreibervertrag fürs Freibad

Am Kaspul könnte ein Wassertretbecken entstehen, die Umsetzung übersteigt aber die finanziellen Möglichkeiten des Ortsrates.

Markoldendorf. Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Ortsrat Markoldendorf abzuarbeiten. Es wurden Ortsratsmittel verplant, über ein Wassertretbecken, die Friedhöfe, Spielgeräte und das neue Baugebiet gesprochen.

Wie Bürgermeister Gerhard Melching berichtete, sei die Verlosung der Grundstücke gut gelaufen. 13 der 16 Bauplätze seien vergeben. Die erste Auslegung des Bebauungsplanes hat stattgefunden, eingegangen sind die üblichen Stellungnahmen. Der nächste Verfahrensschritt, die öffentliche Auslegung erfolgt in Kürze. Ziel ist, dass der Bebauungsplan noch in diesem Jahr rechtskräftig wird.

Mit insgesamt 3.200 Euro sollen sich die Markoldendorfer Vereine an den Kosten des Gemeinschaftshauses beteiligen. Einen Zuschuss für den MTV lehnte der Ortsrat ab, forderte den Verein aber auf, den Antrag nochmals in normalen Zeiten zu stellen.

Corinna Scheider hat ein Konzept entworfen, das ein Wassertretbecken am Kaspul vorsieht. Der ehemalige Feuergraben könnte dafür genutzt werden. Der Entwurf geht allerdings von Kosten für Grundausstattung, Befestigung und Nutzung in Höhe von rund 13.200 Euro aus. Der Ortsrat bedankte sich für die Idee, fasste aber noch keinen endgültigen Beschluss, da die Summe aus Ortsratsmitteln nicht zu be­zahlen ist. Zurückgestellt wurde die Dach­sanierung der ehemaligen Duschräume am Gemeinschaftshaus.

Zahlreiche Schäden sind an den vier Spielplätzen festgestellt worden. Sechs Geräte sind defekt und 23 reparaturbedürftig, nur 36 Geräte durchliefen die Prüfung ohne Beanstandung. Für die Reparaturen stellte der Ortsrat 3.200 Euro bereit, wobei Fallschutzmatten von der Stadt bezuschusst werden.
Thema waren auch die Energiesparmaßnahmen am Gemeinschaftshaus. Der Ortsrat hatte sich dafür ausgesprochen, den Dachboden zu isolieren. Ortsbürgermeister Uwe Jahns hat zur Kostenermittlung mit einem örtlichen Unternehmer gesprochen. 3.400 Euro soll die Maßnahme kosten, der Ortsrat sprach sich für schnellstmögliche Erledigung aus. Die Stadt soll sich mit 50 Prozent an den Kosten aus dem Programm zur energetischen Sanierung beteiligen. Die Isolierung erfolgt mit Klemmfilz.

Besser sein könnte der Zustand der Kapelle auf dem Friedhof Oldendorf. Ortsbürgermeister Jahns beantragte, die Reparatur der defekten Fensterscheiben zu veranlassen. Die Beleuchtung soll besprochen und die Elektrik überprüft werden, das wird aus dem Ortsratsbudget bezahlt. Die Beseitigung der Schäden am Putz sind von der Verwaltung beauftragt und werden erledigt.

Bestattung unter Bäumen soll auch auf dem Friedhof Markoldendorf möglich sein. Ein Standort für drei Bäume wurde bereits ausgesucht.
Die Grünfläche am Jacobiplatz soll weiterhin für die Öffentlichkeit nutzbar sein. Nicht zuständig ist der Ortsrat bei der Gestaltung der Einmündung Bruchtorstraße/Grasweg, denn hier handelt es sich um eine Kreisstraße. Zudem hielt der Ortsrat die vorgeschlagene Mittelinsel in diesem Bereich für nicht richtig.

Der Grillplatz und das angrenzende Gelände sollen verkauft werden, es gibt einen Interes­senten.

Thema war auch das Freibad. In diesem Jahr sind nur geringe Kosten entstanden, die von der Stadt verwaltet werden. Der Betreibervertrag endet in diesem Jahr. Der Förderverein hatte um eine vorzeitige Verlängerung des Vertrages gebeten. Vor dem Hintergrund der personellen Situation – für die Freibadsaison 2020 stand eine Fachangestellte für Bäderbetriebe nicht zur Verfügung – konnte nur eines der beiden Freibäder der Stadt Dassel öffnen. Der Förderverein hatte den Betrieb in eigener Trägerschaft abgelehnt, so dass das Freibad Markoldendorf in dieser Saison nicht öffnen konnte. Da die Stadt Dassel wegen der personellen und baulichen Situation der Freibäder keine Garantie für den Betrieb der Freibäder geben kann, ist der Stadt eine Kün­di­gungs­möglichkeit zum Jahresende und die Be­endi­gung des Betriebes des Freibades aufgenommen worden. Der Förderverein des Markoldendorfer Bades plant Investitionen in die Technik, will eine Chlordosierungsanlage einbauen und drängt deshalb auf eine sechsjährige Laufzeit des Vertrages. Dieser Forderung schloss sich der Ortsrat an.

Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll der erste Baum im neuen Schulwald der Markoldendorfer Grundschule in der Nähe der Kläranlage gepflanzt werden.
Mit sogenannten Stolpersteinen erinnert der Künstler Gunter Demnig an die Opfer der NS-Zeit. In Einbeck wurden mehrere Steine bereits gesetzt, federführend ist dabei eine Initiative, die die Stolpersteine finanziert. Wie Ortsbürgermeister Jahns berichtete, hat die Einbecker Initiative zur Verlegung von Stolpersteinen ermittelt, dass eine Familie, die Opfer der Nazizeit wurde, ihren Wohnort in Markoldendorf hatte. An der Brückenstraße sollen die Stolpersteine nun verlegt werden. Ortsbürgermeister Jahns und Ortsheimatpfleger Uwe Männecke werden zu diesem Thema forschen, sie rufen Interessierte auf, sich zu melden. Voraussichtlich im November soll es dazu ein Treffen geben.sts