Wassertreten im kühlen Nass

Beliebte Anlage an der Kurt-Bäger-Hütte | Sollingverein bittet, Hunde nicht ins Wasser zu lassen

Harry Felde, Rolf Albrecht und Uwe Schomburg (von links) appellieren an Hundebesitzer, ihre Tiere vom Sprung ins Wassertretbecken abzuhalten.

Dassel. Das Wassertretbecken in Dassel an der Kurt-Bäger-Hütte gelegen, wird gut angenommen. Es ist ein beliebter Treffpunkt im Grünen. Jetzt, da der Leinenzwang für Hunde nach der Brut- und Setzzeit aber nicht mehr gegeben ist, appelliert der Sollingverein an alle Hundebesitzer, ihr Tier im Bereich des Wassertretbeckens doch bitte an die Leine zu nehmen – damit die Hunde nicht ins Tretbecken laufen. Tiere, die Abkühlung brauchen, könnten den naheliegenden Bach nutzen, meint Rolf Albrecht, Vorsitzender des Sollingvereins Dassel.

In ehrenamtlicher Arbeit haben Mitglieder des Sollingvereins viel Arbeit investiert und die Wassertretanlage wieder aufgebaut. Im Sommer des vergangenen Jahres konnte das Becken nach mehrjähriger Arbeit in den Sommermonaten eingeweiht werden.

Ein Wassertretbecken hat es an dieser Stelle schon früher gegeben. Vermutlich wurde es in den 1970er Jahren gebaut. Aus finanziellen Gründen wurde es allerdings nicht mehr instand gehalten, und es wurde beschlossen, das Becken zuzuschütten.

Der Sollingverein hat das Becken nun reaktiviert und so für einen schönen Treffpunkt im Grünen gesorgt. Das alte Becken wurde freigelegt und mit einer Holzeinfassung versehen. Um das Becken herum wurde gepflastert, und es sind Bänke aufgestellt. Eine Natursteinmauer umschließt das Areal. Mit der Stadt wurde ein Betreibervertrag für die Anlage geschlossen, zu der neben Wassertretbecken auch Grillplatz und eine große Wiese gehören. Die gesamte Anlage kann gemietet werden.

Wie man richtig »Wasser tritt«, wird auf einer Anleitung auf einem Findling erläutert. Wassertreten ist die berühmteste Wasseranwendung und sie lässt sich leicht umsetzen. Hauptsache ist, dass das Wasser unter 18 Grad Celsius hat und nicht höher als bis zum Knie geht.
Man stellt sich ins Wasser und schreitet auf der Stelle. Bei jedem Schritt wird – wie im Storchengang – ein Bein komplett aus dem Wasser gezogen und dabei die Fußspitze nach unten gebeugt. Man hört auf, sobald der Kältereiz zu stark wird. Nach dem Wassertreten streift man das Wasser mit den Händen von den Beinen, zieht Strümpfe wie Schuhe an und erzeugt durch Fußgymnastik oder Gehen ein angenehmes Wärmegefühl.

Wassertreten regt den Kreislauf an, fördert die Durchblutung, kräftigt die Venen, hilft gegen Krampfadern, wirkt gegen heiße Beine, fördert den Schlaf bei Anwendung am Abend, hilft bei Migräne, regt den Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem und wirkt vegetativ stabilisierend.sts