»Weniger Blockade, mehr Entscheidung«

CDU-Kandidaten für den Kreistag | Ländlicher Raum darf nicht abgehängt werden

Für den Kreistag kandidieren für die CDU Günter Kelter (links), Hartmut Demann (Mitte), Joachim Stünkel (Zweiter von rechts) und Petra Kersten (fehlt), mit dabei Ludolf von Dassel (Zweiter von links) und Bürgermeisterkandidat Elias Kreuzinger.

Dassel. In der Legislaturperiode von 2011 bis 2016 war die Dasseler Region mit vier Christdemokraten im  Northeimer Kreistag vertreten. Diese Zahl schwebt Joachim Stünkel, CDU-Stadtverbandvorsitzender, jetzt auch wieder vor. Für die Wahl zum Kreistag am 12. September kandidieren Petra Kersten, Hartmut Demann, Joachim Stünkel und Günther Kelter.

»Weniger Blockade, mehr Entscheidung«, ist die Marschrichtung für Joachim Stünkel. Dem 69-Jährigen liegt es am Herzen, die Sollingregion zu stärken. Dassel leide unter der Randlage, und Stünkel setzt deshalb auf den Tourismus. Derzeit ist er auch Kreistagsabgeordneter und Vorsitzender der Kultur- und Denkmalstiftung. Gerne würde er weiter in der Stiftung arbeiten, damit die Kultur nach der Pandemie nicht auf der Strecke bleibe. Der Lüthorster möchte Unternehmen in Dassel ansiedeln. Dass die CDU ein verlässlicher Faktor in der Dasseler Region sei, habe deren Einsatz gegen das Naturschutzgebiet »Ilme« bewiesen. Er kritisiert die »halbherzige« Entscheidung des Stadtrates zum Thema Straßenausbaubeiträge, möchte verstärkt Baugebiete ausweisen und Kitas und Schulen gut ausstatten. So kündigte Stünkel an, bei den Schulen »Überzeugungsarbeit« zum Thema Luftfilter leisten zu wollen. Stünkel kandidiert auf Platz eins.

Hartmut Demann aus Amelsen steht auf Platz 3 auf der CDU-Liste. Der 62-jährige Finanzfachmann setzt sich nicht nur für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge ein, er will sich stark machen für eine Entbürokratisierung. »Ein Bauantrag muss nach einem Vierteljahr bearbeitet sein«, alles andere sei ein »Witz in Tüten«. Auch die Neuausweisung von Baugebieten will er forcieren.

Günther Kelter aus Sievershausen setzt seine Schwerpunkte auf den Personalbereich und die Wirtschaftsentwicklung. Der 76-jährige Sievershäuser Ortsbürgermeister bedauert, dass der Arbeitskreis Wirtschaftsförderung in Dassel brach liege. Auch die medizinische Versorgung und die Digitalisierung sowie der Klimaschutz sind Themen, die er besetzen möchte.

Petra Kersten war bereits einmal im Kreistag vertreten, jetzt möchte die 66-Jährige, die auf Platz sieben steht, weiter im Bereich Wirtschaft und Soziales mitwirken.

Einig sind sich die CDUler, dass die Dörfer auf keinen Fall »abgehängt« werden dürfen. Der ländliche Raum habe genug gelitten. Aufrichtig, frei, zuverlässig und engagiert – so beschreibt sich der Bürgermeisterkandidat Elias Kreuzinger, den die CDU unterstützt. Der 27-Jährige hat ein Masterstudium der Politikwissenschaft absolviert, im Homeoffice arbeitet er für ein Kieler Unternehmen zum Thema »Munition im Meer«. Seit 2014 ist Dassel Teil seines Lebens. Ganz bewusst haben seine Frau und er sich für ein Leben auf dem Land entschieden. »Dassel ist mir ans Herz gewachsen«, sagt Kreuzinger, jetzt möchte er als Bürgermeister Verantwortung übernehmen.

Momentan ist er viel unterwegs und hört sich vor Ort um, damit er konkrete Hinweise aufnehmen kann. Für Dassel möchte er generationsübergreifend handeln, Familien stärken, Senioren wertschätzen. Ihm liegt daran, Alleinstellungsmerkmale von Dassel und seinen Ortschaften nach außen zu tragen. »Gemeinsinn unter der Berücksichtigung der Besonder- und Eigenheiten stiften« ist das, was er will. Denken und Handeln will er über Parteigrenzen hinweg, und wichtig ist ihm der regelmäßige Austausch zwischen Verwaltung und Wirtschaft, der proaktive Klimaschutz, die Unterstützung der Feuerwehren und die Stärkung des Ehrenamts. Sein komplettes Wahlprogramm wird er bis Ende des Monats online stellen.sts

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