Werksausschuss Stadtentwässerung

Abwasser wird für Naenser teurer

Jahresabschluss 2009 zur Kenntnis genommen / Entnahme aus der Rücklage

Auf die Naenser kommt eine höhere Abwassergebühr zu. In der jüngsten Sitzung des Werksausschusses Stadtentwässerung wurde bei einer Gegenstimme ab dem 1. Oktober für eine Erhöhung auf 1,98 Euro pro Kubikmeter gestimmt.

Einbeck. Zur Kenntnis nahm der Ausschuss den Jahresabschluss 2009. Das Jahresergebnis weist einen Jahresverlust von 247,71 Euro aus. Der Bilanzverlust in dieser Höhe wird durch eine Entnahme aus der offenen Rücklage ausgeglichen. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und die Erfolgsübersicht liegen vom 27. Oktober bis zum 4. November während der Geschäftszeiten bei der Stadtentwässerung in der Grimsehlstraße 17 aus.

Die Forderung der Stadt Einbeck als Eigentümerin der Stadtentwässerung besteht in einer Gewinnausschüttung in Höhe einer Verzinsung des Eigenkapitals. Das entspricht einem Betrag von 171.280,33 Euro. Diese Vorgabe konnte im Geschäftsjahr 2009 nicht erfüllt werden. Aufgrund der derzeitigen Haushaltslage kann die Stadt allerdings nicht auf diese Summe verzichten. So wurde die Werksleitung beauftragt zu prüfen, in wie weit eine Ausgabe der Mittel an die Stadt möglich sei, ohne dass dies zu einer Gebührenerhöhung führt. Eine Prüfung hat nun ergeben, dass eine Entnahme aus der Rücklage der Stadtentwässerung möglich ist, ohne dass Gebühren erhöht werden müssen. So wurde vorgeschlagen, den Betrag über rund 171.280 Euro für die Stadt bereit zu stellen.

Eine Änderung des Niedersächsischen Kommunalverfassungsrechtes macht die Neufassung der Betriebssatzung für die Stadtentwässerung notwendig. Künftig wird der Werksausschuss Betriebsausschuss heißen, die laufenden Geschäfte führt nicht mehr die Werks-, sondern die Betriebsleitung. Dementsprechend wurde auch die Dienstanweisung für die Betriebsleitung erneuert. Mit dem Jahresabschluss 2009 wurde auch die Gebührenkalkulation für die zentrale Abwasserbeseitigung in Naensen überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass die Abwassergebühren der Jahre 2009 bis zu Beginn des Jahres 2010 zur Unterdeckung geführt haben. Die Unterdeckung betrug 2009 insgesamt über 20.000 Euro und wurde hervorgerufen durch Kosten aufgrund der kalten Witterung und der daraus erforderlichen teilweisen Abfuhr des Klärschlamms zur Kläranlage Einbeck und anschließenden Umarbeiten, erläuterte der kaufmännische Werksleiter Horst Diercks.

Konnten in der Vergangenheit die Gebühren von Naensen sehr gering gehalten werden, führt diese Mehrbelastung doch zu einer entscheidenden Veränderung der Abwassergebühren. Zuletzt gab es Gebührensenkungen, durch Überhänge aus den Vorjahren. Diese sollten in den nächsten drei Jahren abgebaut werden. Dieser Abbau ist bereits 2009 erfolgt, es ergab sich eine Unterdeckung von 5.586,23 Euro. Die derzeitige Abwassergebühr in Naensen beträgt seit 1. Oktober 2010 1,29 Euro pro Kubikmeter. Ab dem 1. Oktober soll die Gebühr auf 1,98 Euro pro Kubikmeter angehoben werden, empfahl der Werksausschuss bei einer Gegenstimme. »Damit sei Naensen immer noch auf der sonnigen Seite«, so Diercks. In Einbeck beträgt die Abwassergebühr beispielsweise 3,33 Euro, in Stroit 6,49 Euro, in Voldagsen 4,50 Euro.

Nach Einstellung des Geschäftsbetriebes verfügt die Abwassergenossenschaft Beeketal noch über ein Bankguthaben in Höhe von 6.400 Euro. Laut Beschluss der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder soll der Betrag zweckgebunden zur Begünstigung der Abwasserbeseitigung in Kohnsen und Vardeilsen zur Verfügung gestellt werden. Es ist vorgesehen, diesen Betrag als Bauzuschuss zu berücksichtigen und ihn über die Auflösung langsam in die Gebührenkalkulation einfließen zu lassen.sts

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