AfD will Stadtwald verkaufen

Rat verweist in den Ausschuss

Einbeck. Einen Antrag des AfD-Ratsherren Udo Harenkamp auf Verkauf des Einbecker Stadtwalds hat der Einbecker Rat jetzt behandelt. Er wundere sich, so Harenkamp, wie lange man das Defizit der Forst noch vor sich herschieben wolle. Eine »schwarze Null« sei nicht zu erreichen, zumal der Markt überschwemmt sei, und Nachfrage bestehe nicht.

Mit einem Verkauf würde sich am Wald nichts ändern, die Erholungsfunktion bleibe erhalten, aber man müsse nicht mehr über Jahre mit Verlusten leben. Er beantragte den Verkauf, beziehungsweise sollte man ein unabhängiges Wertgutachten in Auftrag geben. Mit dem Verkauf, heißt es im Antrag weiter, wäre eine Neuverschuldung unnötig, und Startkapital für den Ausbau des Neustädter Kirchplatzes wäre zum Teil vorhanden.

Die Verwaltung hatte dazu klargestellt, dass es sich bei der Stadtforst nicht in erster Linie um einen wirtschaftlichen Betrieb handele, sondern kommunale Ziele, die sich am Gemeinwohl orientierten, müssten berücksichtigt werden.

Er verwahre sich gegen die von Harenkamp erhobenen Vorwürfe, sagte Marcus Seidel, SPD. Die jüngste Forsteinrichtung habe eine nachhaltige Bewirtschaftung festgestellt. Dass nach dem Sturm »Friederike« keine Gewinne mehr zu erwarten seien, sei falsch: Die Nachfrage sei nicht zusammengebrochen, und Buche stehe auf Rekordniveau.

Udo Harenkamp habe Recht damit, dass weitere Defizit zu erwarten seien, und es sei auch richtig, alles unter die Lupe zu nehmen. Aus der richtigen Spur ziehe er jedoch die falschen Schlüsse, stellte Dirk Ebrecht, CDU, fest, denn Strukturveränderungen seien wichtig. Der Stadtwald habe viele Aufgaben, und damit sollte man sich in einem geeigneten Ausschuss befassen.

Das Thema wurde in den Finanzausschuss überwiesen.ek

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