Arbeitslosenzahlen sinken, mehr Stellen zu besetzen

Arbeitslosenquote liegt bei 8,1 Prozent: 1.466 Menschen ohne Beschäftigung / Seit Februar gehen Arbeitslosenzahlen zurück

In Einbeck hat sich die Arbeitslosigkeit von April auf Mai um 57 Personen auf 1.466 Personen verringert. Das waren 166 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,1 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 9 Prozent. Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Mai um 25 auf 168 Stellen gestiegen.

Einbeck. 1.466 Personen waren im Mai in Einbeck ohne Job, darunter 779 Männer (29 weniger als im April) und 687 Frauen (28 weniger). Arbeitslos waren 160 15- bis 25-Jährige (9 weniger), 517 50- bis 65-Jährige (gleichbleibend), 496 Langzeitarbeitslose (2 mehr), 80 Schwerbehinderte (11 mehr) und 141 Ausländer (2 mehr). 94 Stellen wurden dem Arbeitsamt gemeldet, eine mehr als im April. 168 Arbeitsplätze können derzeit noch besetzt werden.

Um 32 auf 388 Personen verringert hat sich die Zahl derjenigen, die Leistungen vom Arbeitsamt bezogen. Das waren 117 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat. Unterstützung vom Arbeitsamt erhielten 188 Männer (22 weniger) und 200 Frauen (10 weniger), darunter 60 15- bis 25-Jährige (gleichbleibend), 163 50- bis 65-Jährige (9 weniger), 62 Langzeitarbeitslose (5 weniger), 37 Schwerbehinderte (6 mehr) und 13 Ausländer (1 mehr). 98 Personen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 34 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 131 Personen ihre Arbeitslosigkeit.

Weitaus höher ist mit 1.078 Personen die Zahl derjenigen Arbeitslosen, die von Hartz-IV-Leistungen leben mussten. Allerdings hat sich ihre Zahl um 25 Personen verringert. Grundsicherung bezogen 591 Männer (7 weniger) und 487 Frauen (18 weniger), darunter 60 15- bis 25-jährige (9 weniger), 354 50- bis 65-Jährige (9 mehr), 434 Langzeitarbeitslose (7 mehr), 43 Schwerbehinderte (5 mehr) und 128 Ausländer (1 mehr).

Der seit Februar anhaltende Rückgang der Arbeitslosenzahlen in Südniedersachsen setzt sich auch im Mai fort: Saisonal bedingt sank erneut die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 610 beziehungsweise 3,5 Prozent und lag im Mai bei 17.006. Die konjunkturelle Belebung auf dem Arbeitsmarkt macht der Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich: Gegenüber Mai 2010 sank die Zahl der Arbeitslosen um 1.255 beziehungsweise 6,9 Prozent. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,2 Prozent beziehungsweise 104 zurück und betrug im Mai 1.349. Im Vergleich zum April sank die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe um 155 beziehungsweise 10,3 Prozent.

Nach wie vor profitieren die von der Agentur für Arbeit betreuten Arbeitslosen stärker vom steigenden Bedarf an Mitarbeitern als die Menschen, die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitslose beziehen und in den Jobcentern betreut werden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 9,4 Prozent auf 5.072, im Bereich der Grundsicherung für Arbeitslose um 5,7 Prozent auf 11.934.

Während die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt insgesamt sehr positiv verläuft, konnte eine Gruppe Arbeitsloser bisher nicht vom Aufschwung profitieren: die der Schwerbehinderten. Ihre Zahl stieg im Mai im Vergleich zum Vormonat um 3,2 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,6 Prozent. Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, sieht gerade hier noch Potenzial für den Arbeitsmarkt: »Wir werden in Zukunft in nahezu allen Branchen insbesondere aufgrund des demographischen Wandels über fehlende Fachkräfte reden. Menschen mit Handicap und Rehabilitanden sind oftmals gut ausgebildet, besonders motiviert und leistungsbereit. Es gilt, die Fähigkeiten dieser Menschen in den Betrieben zu nutzen.«

Die konstant hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in den letzten Monaten hielt auch im Mai an. Betriebe und Verwaltung meldeten der Agentur für Arbeit in der Region 975 Stellenangebote. Das entsprach dem Stellenzugang im April und lag lediglich 1,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Allerdings stieg im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Stellenangebote um 4,9 Prozent beziehungsweise 39 auf 832 an. Insgesamt waren im Mai in Südniedersachsen 2.245 offene Stellen bei der Arbeitsagentur gemeldet, 462 beziehungsweise 25,9 Prozent mehr als im Vorjahr.  Bisher meldeten Betriebe und Verwaltung 2.337 Ausbildungsstellen für 2011. Das waren 178 beziehungsweise 8,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit sind davon noch 1.016 Stellen nicht vergeben. Auf der anderen Seite haben sich 2.594 Jugendliche im Agenturbezirk Göttingen ausbildungsuchend gemeldet, 1.215 von ihnen hatten im Mai noch keine Zusage für einen Ausbildungsvertrag.

Seit Februar 2010 unterschreiten die Arbeitslosenzahlen im Agenturbezirk Göttingen die jeweiligen Vergleichswerte des Vorjahres. Die Zahl der Arbeitslosen hatte während der Wirtschaftskrise 2009 im Agenturbezirk lediglich während der Sommermonate den Vorjahreswert überstiegen, war ansonsten aber aufgrund von Kurzarbeit und des Einsatzes arbeitsmarktpolitischer Instrumente stabil geblieben. Saisonal bedingt stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2011 an, ist seit Februar allerdings rückläufig.

In den drei zum Agenturbezirk Göttingen zählenden Landkreisen Northeim, Osterode und Göttingen sank die Arbeitslosigkeit sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahresmonat. Im Landkreis Göttingen waren im Mai 9.105 Menschen arbeitslos, das waren 6,4 Prozent beziehungsweise 619 weniger als im Vorjahresmonat. Im Landkreis Northeim ging im Vergleich zum Mai 2010 die Zahl der Arbeitslosen um 6,2 Prozent beziehungsweise 328 zurück auf 4.954. Um 7,1 Prozent beziehungsweise 285 sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahresmonat im Landkreis Osterode am Harz auf aktuell 3.738. Die Arbeitslosenquote betrug im Landkreis Göttingen 7,2 Prozent, im Landkreis Northeim 7,1 Prozent und im Landkreis Osterode 9,8 Prozent.sts