Aura-Fotografie entlarvt notorische Raser

Blitzer sollen künftig weitere Auskünfte über Fahrverhalten geben / Projektstart heuteBlitzer sollen künftig weitere Auskünfte über Fahrverhalten geben / Projektstart heute

Die Polizeiinspektion Einbeck/Northeim geht in Sachen Verkehrsberuhigung und Unfallprävention neue Wege: In einem in Deutschland einmaligen Projekt plant die Behörde in Zusammenarbeit mit regionalen Esoterikexperten, Blitzanlagen mit Aura-Kameras auszustatten.

Einbeck. »Wir erhoffen uns davon weiterführende Erkenntnisse über das allgemeine Fahrverhalten«, erklärte ein Polizeisprecher gegenüber der »EM«. Der übliche »Blitzer« wird zusätzlich mit einem Sensor verbunden, der die Aurawerte beim Fahrer anhand von speziellen Lasern in Sekundenschnelle messen kann und mit auf das Foto überträgt. »Bei Belastungssituationen sondert der Körper kleine Partikel ab, diese lassen sich mit dem Laser anzeigen und je nach Stärke mittels Farben in bestimmte Gemütslagen einteilen«, erklärt ein Esoteriker vom Bundesverband. Die Polizei erhofft sich durch diese aurareflektierenden Farben, Aufschluss über Bewusstseinszustand, Gedanken und Emotionen zu erhalten.

Dadurch könne die Verkehrssituation weiter beruhigt werden. Die gesammelten Informationen würden zusammen mit einem Esoteriker ausgewertet. Je nachdem, welche Farbe erscheine, lasse sich erkennen, ob jemand entspannt (grün, hellblau und blau), aufgebracht (lila, rot und orange) oder gestresst (gelb und etwas grün) zur Zeit der Tempo-Überschreitung hinterm Steuer saß.

Anhand dieser Auswertung werde darüber entschieden, ob das Bußgeld gemindert oder erhöht werde. »Wenn jemand zu schnell gefahren ist, aber ruhige Werte anzeigt, ist er vermutlich unabsichtlich zu schnell gefahren. Ergeben sich rote und gelbe Töne, liege Aggressivität, und rücksichtloses, wildes Fahren vor. Hier kann das Bußgeld erhöht werden.« Die Auswertung erfolge dann in einem Labor und komme per Post mitsamt einer Aufschlüsselung des Farbspektrums zum Verkehrssünder. Wird ein besonders aggressiver Fahrstil diagnostiziert, könne die Behörde zudem Empfehlungen für ein Anti-Agressions-Training, Sozialstunden  oder Therapiesitzungen aussprechen. Auch bei mobilen Blitzern soll die Aurafotografie eingesetzt werden.

Dabei wertet ein Experte vor Ort die Bilder aus, er kann bei auffälligem Fahrverhalten eine Sicherheitsverwahrung oder eine Beruhigungspause empfehlen. Der Start der Testphase ist für den heutigen Freitag, 1. April, geplant. thp

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