BBS-Vielfalt und Engagement beeindruckt Ministerin

Einbeck. Drei Bienenstöcke und einen Blühstreifen gibt es im und am Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Hannover, und so interessierte sich Ministerin Barbara Otte-Kinast, CDU, bei ihrem Besuch der Berufsbildenden Schulen Einbeck sehr für die Schulimkerei. Bereits seit zwei Jahren wird hier guter Honig geerntet, inzwischen von drei Völkern, und zum Abschied gab ihr Schulleiter Renatus Döring auch ein Glas aus eigener Ernte mit.

Zuvor konnte die Ministerin, die unter anderem von Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, vom stellvertretenden Landrat Dr. Bernd von Garmissen und der Vorsitzenden des CDU-Stadtverbands Einbeck, Beatrix Tappe-Rostalski, begleitet wurde, das Schulrestaurant kennenlernen, in dem an mehreren Tagen in der Woche »bio« und regional gekocht wird und dessen Angebot bei den Schülern guten Anklang findet. Ein Blick auf die Schule mit rund 1.300 Schülern, 60 Klassen, 105 Lehrern, 30 Teams, vier Abteilungen und fünf Häusern beeindruckte die Politikerin.

In den vergangenen Jahren, erläuterte der Schulleiter, habe sich richtig viel getan. »Gemeinsam einzigartig«, dieses Motto habe man sich für die Bewerbung um den Deutschen Schulpreis einfallen lassen, für den man im Herbst erneut antreten wolle. Im Mittelpunkt der Arbeit stehe die Zufriedenheit der Schüler. Bewertungen der Lehrer hätten sich ebenfalls inzwischen fest etabliert. Ein wichtiges Ziel sei es, Qualität messbar und nachhaltig zu verbessern, und da sei der Blick darauf, wie die Schüler die Schule sehen würden, wichtig. Mit diesem Erfolgsrezept habe man steigende Anmeldungen – gegen den demografischen Trend. Der BBS liege daran, Schüler in ihrer Unterschiedlichkeit wahrzunehmen. Hier werde gemeinsame Verantwortung und Verbindlichkeit gelebt.

Teamleiter Armin Töpperwien stellte der Ministerin schließlich die Bundesfachschule Pflanzentechnologie vor. Als einzige Schule ihrer Art in Deutschland ist sie 2013 mit 18 Auszubildenden aus acht Betrieben gestartet. 2018 waren es 46 Auszubildende aus 32 Betrieben in elf Bundesländern. Anfängliche Skepsis sei inzwischen zu Euphorie geworden. Man habe eine optimale Lage für die praktische Ausbildung, etwa zur Ernteschätzung, und die Zusammenarbeit mit Landwirten und auch mit KWS sei unproblematisch. Den angehenden Pflanzentechnologen würden alle Türen offenstehen, was im Gespräch mit einigen Schülern auch vertieft wurde.

Was der BBS dagegen Sorgen mache, sei die Lehrerversorgung, die sich auch verschlechtere, weil die entsprechende Ausbildung an den Universitäten zurückgefahren werde. Großes Interesse bekundete die Ministerin am Hauswirtschaftsbereich: Die Hauswirtschaftsklasse dürfe sie gern mal in Hannover besuchen, ermunterte die gelernte Hauswirtschaftsleiterin. Die Absolventinnen, berichteten die Lehrkräfte, würden nur sehr schwer Jobs finden: Sie seien gut ausgebildet, aber kaum jemand wisse davon. Sie sei offen und dankbar für Rückmeldungen aus der Praxis, betonte Otte-Kinast, und sie nehme von diesem Besuch einiges mit, versicherte sie.ek

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