42. Eulenfest

Beliebtes Stadtfest begeistert mit großer Vielfalt

Nino de Angelo tritt als Stargast auf dem Marktplatz auf | Abwechslungsreiches Programm auf fünf Bühnen

Auf das 42. Einbecker Eulenfest vom 7. bis 9. Oktober freuen sich (von links) Eberhard Schmah, Rudi Reinert, Katharina Altherr, Sascha Fischer, Florian Geldmacher, Kay-Peter Kitzig, Stephan Richter, Sebastian Herbst, Jürgen Harburg, Alexander Pohl und Katja Dienemer. Geboten wird wieder ein vielfältiges Programm auf fünf Bühnen.

Einbeck. »Bock auf das Eulenfest« haben jedes Jahr Organisatoren, Einbecker und viele Gäste aus der näheren oder weiteren Gegend, diese Jahr auch, wenn vom 7. bis 9. Oktober das beliebte Fest gefeiert wird. Jedes Jahr zieht das größte Stadtfest Südniedersachens mehr als 100.000 Besucher an, die ausgelassen und fröhlich feiern wollen.

Durch seine große Vielfalt sei das Eulenfest etwas Besonderes, sagten Florian Geldmacher und Katharina Altherr von »Einbeck Marketing«. Bewährte Musiker, aber auch aufstrebende Künstler habe man dabei. Als Stargast tritt nach 1987 zum zweiten Mal Nino de Angelo auf. Regionale Akteure, Bands verschiedener Stilrichtungen, unzählige kulinarische Leckereien und viele Angebote, für jeden sei wieder etwas dabei. Überraschungen und Neuerungen wie die »Eulenfest-Lounge« auf der Tiedexer Straße stehen auch wieder an, teilte sie mit. Auf allen Bühnen gebe es ein stimmungsvolles Programm.

Sie dankten allen Unterstützern und Sponsoren wie unter anderem Alexander Pohl (Einbecker Brauhaus), Sebastian Herbst und Kay-Peter Kitzig (Autohaus Hübener), Andreas Wobst (Volksbank Einbeck), Jürgen Harburg (FreeQuenz) Sascha Fischer (HKS), Katja Dienemer (Back­packers Inn) und Christoph Bajohr (Bajohr Optic) dafür, dass sie mit ihrem Einsatz zum Gelingen des beliebten Einbecker Festes beitragen. Viele setzen sich seit vielen Jahren für »ihr« Eulenfest ein, das sei lobenswert.

Traditionell beginnt das Fest am Freitag, 7. Oktober, mit der offiziellen Eröffnung um 17 Uhr auf der Hauptbühne samt Winterbock-Anstich und Ballonwettbewerb. Für die Moderation verantwortlich ist die »Stimme des Eulenfestes«, Eberhard Schmah. Er übernimmt auch das »Eulenfestradio« und begleitet auch den Auftritt des Stargastes und die Verlosung am Sonntagabend. Unterstützung erhält er von DJ Dawe aus der Region Paderborn sowie DJ Tristan aus Lüthorst, die auch Hinweise und Tipps zum Programm geben. Seit 2003 organisiert Schmah ebenfalls das Musikprogramm, das wieder eine große Vielfalt bietet.

Am Freitag, 7. Oktober, tritt ab 20 Uhr die Partyband »Steam« auf. Schon öfter gastierte sie in Einbeck und brachte den Marktplatz immer wieder zum »Beben«. Sie gehört zu den beliebtesten Musikgruppen Norddeutschlands. Am Sonnabend, 8. Oktober, präsentieren sich ab 13 Uhr Nachwuchsmusiker der Musikschule M1, gefolgt von »It`s Me« aus Hannover mit dem Einbecker Profimusiker Andreas Jaeger. Es schließt sich »80s Alive« ab 21.30 Uhr an, die mit einer lebendigen Show die 1980er wieder zum »Leben« erwecken. Mitglied der Band ist auch Cecile Beelmann, die früher mit »Chair-o-plane« nicht nur in Einbeck Erfolge feierte.

Vor dem Stargast tritt am Sonntag, 9. Oktober, die aufstrebende Künstlerin Sarah Jane Scott auf. Die Schwiegertochter von Stephan Remmler (»Trio«) begeisterte schon beim Fernsehgarten und bei »Immer wieder sonntags« mit ihrem amerikanisch gefärbten deutschen Schlager. Für viele Schlagerparaden wurde sie ebenfalls schon gebucht.

Nino de Angelo folgt ihr direkt. 1987 faszinierte er nicht nur die weiblichen Fans auf dem Marktplatz, jetzt kommt er wieder nach Einbeck. Lieder wie »Jenseits von Eden«, »Ich sterbe nicht noch mal« oder »Wir sind Giganten« machten ihr bekannt. Rudi Reinert und Eberhard Schmah sind sicher, dass er wieder viele Menschen nach Einbeck ziehen wird. In der Geschichte des Eulenfestes zählt er neben Tony Marshall und Costa Cordalis zu den größten Zuhörermagneten. Er ist sehr beliebt, besticht durch großes Können und war beim Eurovision Song Contest erfolgreich.

Im Anschluss tritt die Mendelssohn-Musikschule mit der Big Band und weiteren Künstlern auf, die ihr großes Können präsentieren. Ab 18 Uhr folgt »Engel der Nacht«. Früher als »Nena«- und »Udo-Lindenberg-Band« aufgetreten, haben die Musiker ihr Repertoire erweitert und spielen Deutschrock, Neue Deutsche Welle, Schlager und deutsche Chart-Hits. Die Tombola schließt sich ab 20 Uhr an, wenn auf der Hauptbühne der Skoda Rapid Spaceback vom Autohaus Hübener und viele weitere Preise verlost werden.

Auf der Szene-Bühne auf dem Hallenplan gastiert am Freitag ab 20 Uhr das »John Poppyseed-Trio«. Zusammen mit Jet Romero präsentieren die Einbecker John Deppe und Lars Watermann Hits der vergangenen 50 Jahre. Am Sonnabend nach der Einstimmung von DJ Sven Huwald schließt sich ab 15 Uhr das »Boogieman’s Friend Trio« mit Blues, Jazz und Rock’n’Roll an, bevor ab 20 Uhr »Grace« auftritt. Als Stammgast auf dem Eulenfest sind die Musiker bekannt und beliebt. Tänzerisch geht es am Sonntag ab 14 Uhr auf der Szene-Bühne mit dem Yoga-Studio Wagner, der Tanzschule Krebs, mit Angie’s Dance Crew und mit den Linedancern Leinetal zu.

Auf der Landmeile gastieren am Freitag ab 17 Uhr die »Solling Buam« mit Alpenrock und vielen Ohrwürmern. Viele der Bandmitglieder spielen auch in »Magredis Stimmungsband« mit, die sich ab 20 Uhr anschließt. Mit viel Spaß wollen sie die Zuhörer unterhalten. Den Sonnabend eröffnet um 14 Uhr das »Klangvoll Duo«, dessen Bassist schon oft mit der »Rockband Salzderhelden« in Einbeck auftrat. Sie bieten Evergreens der vergangenen Jahrzehnte.

Ab 20 Uhr sorgt die »Sounders Showband« wieder für Stimmung. Mit ihrem volkstümlichen Schlager sowie mit beliebten Pop-Hits haben sie ihre Einbecker Fans schon oft in den Bann gezogen. Das »Grey Wolf & Pit Kyas Duo« unterhält am Sonntag ab 14 Uhr die Zuhörer mit Folk, Blues und Gospel, bevor ab 16.30 Uhr der »Piano Man« sein Können beweist.

Seit vielen Jahren gibt es erstmals auf der Tiedexer Straße eine Bühne, die »Eulenfest-Lounge«, teilte Jürgen Harburg von FreeQuenz mit, der das Programm zusammen mit dem »Backpackers Inn« organisiert. Im Lounge-Charakter mit Sofas, Tischen und besonderer Illumination soll der Ort wieder – wie früher – zu einem Anlaufpunkt werden und das beliebte Stadtfest mit einer besonderen »Note« bereichern. Von primär regionalen Künstlern werde eine bunte Mischung unter anderem aus Blues, Country, Folk, Reggae oder Soul geboten, berichtete Harburg.

Am Freitag tritt ab 18.30 »The Joom« mit Folk und Blues auf, gefolgt von der »Rail-road Celebration Band« ab 20.30 Uhr, die sich den etwas mehr rockigen Liedern verschrieben hat. »Gray Matters« aus Osterode sind für den Sonnabend ab 18.30 Uhr geplant. Sie präsentieren Coversongs in speziellen akustischen Versionen, bevor »YoYo-Reggae« ab 20.30 Uhr südländisches Flair aufkommen lässt. Den Sonntag beginnen um 14 Uhr die »Space Crowboys«. Mit Akkordeon und Posaune nehmen sie sich des Folk und Blues an. Einen zweiten Auftritt hat Andreas Jaeger am Sonntag ab 17 Uhr. Zusammen mit seinem Trio bietet er in der Tiedexer Straße eine abwechslungsreiche Mischung aus vielen Stilrichtungen.

Das Eulenfest sei etwas Besonderes, Altbewährtes und Neues ergänzen sich seit vielen Jahren gut, sagte Stephan Richter, dieses Jahr treffen auch viele Gegensätze aufeinander – so unter anderem eine »brachiale Deathmetalband« auf eine Irish Folk Gruppe mit spanischen Wurzeln. Ein außergewöhnliches Programm sei entstanden, bei dem so viele Einbecker wie noch nie mitwirken, in zehn von zwölf Bands sind sie vertreten.

Das beliebte Stadtfest habe eine besondere Anziehungskraft. Viele Musiker kommen gern nach Einbeck und fragen oft, wann sie das nächste Mal hier auftreten können. Seit 17 Jahren befinde sich das musikalische Programm auf dem Möncheplatz in der bewährten Hand von »jimie«, der Jugendinitiative Musik in Einbeck.

Beliebtes Stadtfest begeistert mit großer Vielfalt

Oft war man am »Puls der Zeit«, aufsteigende Bands traten in Einbeck auf, bevor sie den Durchbruch schafften. Dies könne auch mit »Van Holzen« geschehen, die sich schon großer Anerkennung erfreuen. Dankbar war er für das Engagement von vielen Ehrenamtlichen, Unterstützern, Institutionen und Sponsoren, ohne die »jimie« nicht die große Vielfalt anbieten könnte.

In diesem Jahr gibt es wieder einen Querschnitt, der von Punk bis Rock sowie von ehemaligen »Local Heroes«-Teilnehmern über Arrivierte bis hin zu Newcomern reicht. Eine gute Kooperation gebe es seit vielen Jahren mit dem »Local Heroes«-Wettbewerb. Die Gewinner aus Hildesheim (»Surreal Dream«), aus Göttingen (»Luzy und Miry«) und aus Einbeck, die dieses Wochenende ermittelt werden, treten auf.

»Slaveyard« aus Einbeck zeigen ebenfalls ihr Können wie »Bandgeschwister« und »Monkey Fist«. Er freute sich schon auf den Auftritt von »Van Holzen« aus Ulm. Die jungen Musiker sind so gut, dass sie von vielen Kollegen wertgeschätzt und unterstützt werden.

Am Sonnabend heißt es dann: »Freunde machen zusammen Musik«. »Wild Boys«, Deep Pöhler«, »Libuda« und »Dock 54«, die Mitglieder der Bands wechseln sich auf der Bühne ab, so dass eine große Musik-Session entsteht. Die Bandbreite geht von Seemannsliedern mit rockigem Touch sowie verrockten Songs der 1980er über bekannte epochale Fußball-Hymnen wie »Allez Jogi Löw« oder »Allemann für Alemanha« bis hin zu Weisheiten des Fußballgeschehens. Ohne Umbau und Soundcheck wechseln sich die Musiker ab und lassen ein besonderes Gemeinschaftsgefühl entstehen. Im Anschluss gibt es wieder die Möglichkeit, im »Goldener Löwe« bei der Aftershow-Party weiterzufeiern.

Alle Beteiligten freuen sich schon auf das zweite Oktoberwochenende mit dem abwechslungsreichen Programm, und sie haben »Bock auf das 42. Einbecker Eulenfest«.mru

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