BI »Pro Erdkabel« zur Stromtrasse: Enttäuschung und Hoffnung

Einbeck. Die Fraktionsvorsitzenden aus Einbecks Rat wurden vor kurzem von Bürgermeisterin Dr Michalek über das mögliche weitere Vorgehen der Stadt zur 380-kV-Trasse Wahle-Mecklar informiert. Nach Aussagen der Stadtverwaltung habe sich die Runde noch Bedenkzeit auserbeten, zumal die Frist für eine mögliche Klage-Einreichung erst am 8. Januar ende.

Dennoch äußerte sich die Bürgerinitiative »Pro Erdkabel« schon enttäuscht, dass die Stadt vorgeschlagen habe, von einer möglichen Klage gegen die 380 kV-Leitung Wahle-Mecklar abzusehen. Die Erfolgsaussichten, vor dem Bundesverwaltungsgericht Leipzig wegen Verfahrens- oder Planungsfehlern zu klagen, seien zu gering, hieß es. Für die Prüfung der eingereichten Unterlagen bleibe auch wenig Zeit, weil Tennet, so die BI, ganz bewusst die Einspruchsfrist von vier Wochen über den Jahreswechsel mit den Feiertagen gelegt habe. »Fair play sieht anders aus«, stellte BI-Sprecher Helmar Breuker fest.

Die BI wolle dennoch nicht aufgeben. Helmar Breuker: »Die als Maßgabe 7 bezeichnete Querspange im Norden des Stadtgebiets ist niemals einem Raumordnungsverfahren unterzogen worden, sodass für die Betroffenen auch keine Möglichkeit zum Einspruch an einem Erörterungstermin gegeben wurde.

Dass die Stadt Einbeck hier keinen Ansatzpunkt sieht, stimmt uns traurig.« Durch die Trasse seien Vermögenswerte und das Landschaftsbild betroffen.

Allerdings könne sich die Stadt nicht für die Interessen ihrer Einwohner einsetzen, die damit auf sich allein gestellt blieben.

Derweil tut sich eine weitere Hoffnung für die BI auf: Das Unternehmen Statkraft hatte mehrfach zu verstehen gegeben, dass es sich gegen eine Aufrüstung des Pumpspeicherwerks Erzhausen auf 380 kV stelle. Sollte es bei der Ablehnung bleiben, seien dessen Anschluss an das Netz und damit die Querspange in dieser Form »völlig unsinnig«. »Es bleibt also spannend, wie sich Statkraft zu den Planungen Tennets verhält«, so die BI.oh

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