Botschaft von Fatima bleibt bedeutsam

Gemeinde St. Josef und portugiesische Gemeinde feiern Jahrestag der Marien-Erscheinung

Lucia dos Santos, Jacinta Marto und Francisco Marto, diesen drei Hirtenkindern ist am 13. Mai 1917 im portugiesischen Fatima die Gottesmutter Maria erschienen. Sie hat die Kinder und die Welt zu innerer Umkehr aufgerufen. Das Fatima-Fest hat die katholische Gemeinde St. Josef in Einbeck gemeinsam mit der portugiesischen Gemeinde gefeiert, unter anderem mit einer Prozession mit der geschmückten Madonna durch die Straßen.

Einbeck. Vor 94 Jahren sei die Gottesmutter drei armen Hirtenkindern erschienen, berichtete Pfarrer Ewald Marschler, der den Gottesdienst zusammen mit Pater Adam feierte, aus der überlieferten Geschichte. Maria habe zu innerer Umkehr und Wandlung aufgerufen. Fatima sei heute einer der weltweit größten Marienwallfahrtsorte. Die Botschaft sei nicht vergessen: Das Geschenk göttlichen Heils, Friede unter den Völkern. Die Menschen müssten Gottes Gnade annehmen, oder sie würden untergehen. Konkret bezogen sich die Erscheinungen von Mai bis Oktober im Weltkriegs-Jahr 1917 auf die schwierige Situation in Europa. Gerade der Friede mit Russland sei Maria wichtig gewesen, so Marschler. Sie sei in ihrer mütterlichen Sorge von den Gläubigen verstanden worden, habe zu Sühne, Umkehr, Buße und Gebet überall auf der Welt aufgerufen. Das sei auch heute noch eine echte Anfrage, wenn Weltfrieden, Bekehrung und das Wohl der Kirche von Bedeutung seien. Diese Anliegen seien eng verbunden mit der Botschaft von Fatima.

Maria habe über ihre Erscheinung den Menschen nicht nur an ihrer Sorge teilhaben lassen, sondern sie habe ihnen auch ein Mittel aufgezeigt, wie sich das Heil der Welt erreichen lasse: über das tägliche Rosenkranzgebet, und auch das gelte nach wie vor. Es erfordere keine Vorbereitung, es könne immer und überall gebetet werden, so Marschler. Somit sollte man die Möglichkeiten entdecken, dem Wunsch der Gottesmutter zu entsprechen und gegen Sorge, Plage und Verwirrung anzugehen. Vieles, räumte er ein, könne den Menschen vom Gebet abbringen. Es sei aber keine Zeitvergeudung, sondern vielmehr stehe es für ein gesundes Gleichgewicht im Leben zwischen Arbeit und Gebet. Der Rosenkranz sei, so habe es der selige Johannes Paul II. formuliert, »die Kette, die uns an Gott bindet«. Die Offenbarungen von Fatima seien eine wichtige Botschaft, die genährt werde von Glaube, Hoffnung und Liebe. Dabei bestehe die Chance, etwas zu tun für den Frieden der Welt und vor Irrtümern der Zeit bewahrt zu bleiben. Johannes Paul II. habe der Madonna von Fatima große Bedeutung beigemessen, nicht zuletzt nach dem Attentat auf ihn an einem 13. Mai, und auch seine Vorgänger hätten die Erscheinung geschätzt. Die Botschaft Marias komme aus einem mütterlichen Herzen. Mit ihrer Hilfe könne man Segen und Heil auf Kirche und Welt herabflehen, sich auf Ehrlichkeit, Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe besinnen.

Mit deutschen und portugiesischen Liedern setzte sich nach dem Gottesdienst der Prozessionszug durch den Stiftsgarten und über Stiftstraße und Hohe Münsterstraße in Bewegung. Die reichlich mit Blumen geschmückte Madonna wurde im Andenken an die Erscheinungen von Männern der portugiesischen Gemeinde geschultert.ek

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