»Da mussten wir uns einfach anschließen«

Einbeck. Eine Spende über 1.000 Euro hat der Soroptimist-Club Einbeck-Northeim jetzt an die Einbecker Musikschule M1 überreicht. Das Geld ist gedacht für kostenlosen Musikunterricht für bedürftige Kinder und Jugendliche sowie Flüchtlinge. Club-Präsidentin Dr. Ulrike Hurling (Dritte von links) und die Clubmitglieder Antje Bach (links) und Dörte Kirst-Bode (rechts) haben einen symbolischen Scheck an Stephan Ohst (Zweiter von links), Marcus Kümmerling (Dritter von rechts) und Dimitrios Gatsios (Zweiter von rechts) überreicht.

Der Betrag ist unter anderem beim Verkauf im Einbecker Weihnachtsdorf gesammelt worden, und die Clubmitglieder haben die Summe dann auf den runden Betrag aufgestockt. Um auch Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien oder Geflüchteten eine musikalische Ausbildung zu ermöglichen, organisiert die Musikschule M1 in Zusammenarbeit mit dem Verein »Musik für Einbeck« kostenlosen Instrumental- und Gesangsunterricht. Das Angebot gibt es seit 2013. Verschiedene Förderer hätten es bereits unterstützt, berichtete Marcus Kümmerling, und es sei schön, dass die Soroptimistinnen wieder dabei seien. Soroptimist International ist die weltweit größte Service-Organisation berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. Der Club mit derzeit 31 Mitgliedern aus der Region Einbeck und Northeim unterstützt regelmäßig einen Kindergarten in Tansania und ein Patenkind in diesem afrikanischen Land; aber auch heimische Bibliotheken haben schon vom Engagement profitiert, ebenso weitere Vereine und Gruppen. Grundsätzliches Ziel ist es, die Situation von Frauen und Kindern, insbesondere Mädchen, zu verbessern.

Dazu gehört auch gerechte Teilhabe an Bildung: »Diese Idee ist dermaßen soroptimistisch, da mussten wir uns einfach anschließen«, begründeten die Spenderinnen die Wahl dieses Projekts. Der Zugang zu guter – kultureller – Bildung sei ein entscheidender Schlüsselfaktor für die individuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, für den Zusammenhalt und die Innovationskraft der Gesellschaft und die Stellung des Landes im globalen Wettbewerb, stellten die Vertreter der Musikschule fest. Deshalb sei die Gewährleistung guter Bildung für die Jugend, unabhängig von ihrer Herkunft, eine der großen Herausforderungen.

In Deutschland würden fast 30 Prozent der Kinder unter 18 Jahren in mindestens einer sozialen, finanziellen oder kulturellen Risikolage aufwachsen, die die Bildungschancen schmälere, so Markus Kümmerling. »Außerschulische und -unterrichtliche Angebote leisten einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag zur Bildung und Persönlichkeitsentwicklung«, ergänzt Dimitrios Gatsios. In diesem Angebot erlebten die Teilnehmer, wie sie durch Ausdauer Ziele erreichen könnten und wie sich der eigene Horizont weite, wenn man sich einer Aufgabe stelle und die Erfahrung mache: »Ich kann etwas.« Interessierte Kinder und Jugendliche, die Ansprüche auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket haben, und Flüchtlinge, die sich für die Ausbildung an einem Instrument interessieren, können sich mit M1 unter Telefon 05561/313 450 in Verbindung setzen und sich für kostenlosen Unterricht anmelden.ek

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