Das Internet ist kein rechtsfreier Raum

Medienpädagogische Workshops für siebte Klassen der Wilhelm-Bendow-Schule

In den beiden siebten Klassen der Wilhelm-Bendow-Schule Einbeck fanden vor kurzem medienpädagogische Workshops statt. Angereist aus Hannover war Hauke Burgdorf, Diplom-Sozialpädagoge vom Verein Smiley. In den Gruppenangeboten wurden die Schüler für eine kompetente und sinnvolle Mediennutzung sensibilisiert durch Information, Rollenspiel und Gruppenarbeit.

Einbeck. Die Schülerinnen und Schüler waren mit großer Begeisterung dabei und arbeiteten konzentriert mit, da es »ihr« Thema war. »Ich habe gelernt, dass nicht alles legal ist im Internet, und ich weiß nun, wo ich drauf achten muss«, sagt Laurent, Schüler der Klasse 7b. Sein Mitschüler Yilmaz fügt hinzu: »Es kaum zu glauben ist, dass man Musik nicht einfach so herunterladen darf.«

Mit vielen Beispielen aus seiner Arbeit traf der Referent die Interessen und die Sprache der Jugendlichen. Durch finanzielle Unterstützung des Jugendschutzes vom Landkreis Northeim war es möglich, diese Workshops anzubieten. Die jugendkulturelle Nutzung der neuen Medien ist verstärkt in den Blickpunkt der pädagogischen Arbeit gerückt. Da kritische Inhalte aus dem Internet nicht ausschließlich durch technische Methoden oder gar durch Löschung umgangen werden können, müssen Kinder und Jugendliche lernen, selbstbewusst und sicher mit virtuellen Welten umzugehen.

Handy und Internet faszinieren und begeistern Schüler, so dass sie auch im Schulunterricht im Umgang mit diesen Medien sensibilisiert werden müssen. Es gilt, Einstellungen und Positionen zu finden und durch Selbstreflexion den konstruktiven Umgang mit den Medien zu verdeutlichen.

Der Verein Smiley bietet Schulworkshops und AGs an, bei denen es um Aufklärung und Förderung der Medienkompetenz geht. So wurde darauf hingewiesen, dass nicht alles, was mit dem Handy auf Schulhöfen oder am Nachmittag gemacht wird, unproblematisch ist. Allein mit der Handy-Kamera können Aufnahmen gemacht werden, welche im schlimmsten Fall als Straftat gewertet werden können.

Eine ähnliche Gefährdung betrifft auch den oft spielerischen Umgang der Jugendlichen im Internet: Es werden persönliche Daten weitergegeben und Bilder und Videos veröffentlicht, ohne an den Urheber oder an Persönlichkeitsrechte anderer zu denken.oh

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