Den Blick auf Jugendliche richten

Fips organisiert Präventionsprojekte / Sucht und Mediensucht werden thematisiert

Koma-Saufen, übersteigerter Medienkonsum, Computersucht – Kinder und Jugendliche sind heutzutage den vielfältigsten Versuchungen ausgesetzt. Durch Drogenkonsum und Gewaltanwendung geraten sie in zunehmenden Maße an den Rand der Gesellschaft. Hier setzt der Einbecker Verein Fips an, der sich die Prävention vor Straftaten und Suchtverhalten zum Ziel gesetzt hat.

Einbeck. Das vergangene Jahr, blickte der Vorsitzende Stefan Jagonak bei der Mitgliederversammlung zurück, sei eines der arbeitsintensivsten und ereignisreichsten für Fips seit der Gründung 2002 gewesen. Der erste Schwerpunkt wurde mit der theaterpädagogischen Produktion »Alkohölle« an weiterführenden Schulen gesetzt. Die eindringliche Darbietung habe ihre Wirkung auf die jugendlichen Zuschauer nicht verfehlt, stellte Jagonak fest. Zusammen mit der Geschwister-Scholl-Schule wurde ein Workshop angeboten, bei dem die Schüler vieles über Deeskalationstechniken lernen konnten. In der Aktionswoche gegen Gewalt setzen sich Schulklassen kritisch mit dem Theaterpädagogen Dirk Bayer im Umgang mit neuen Medien auseinander. In dem Projekt »Gewaltfrei lernen« ging es an der Wilhelm-Bendow-Schule um Konfliktlösungsstrategien im Schulalltag. Aufgrund der guten Resonanz hat Fips zusammen mit dem Förderverein der Löns-Realschule die Maßnahme »hand-greiflich« für die dortigen achten Klassen durchgeführt. Dabei standen die Entwicklung von Teamfähigkeit und die Ausbildung einer konstruktiven Kommunikationskultur im Mittelpunkt.

Den Abschluss bildete der sechste Einbecker Präventionstag, bei dem vier Referenten aus unterschiedlichem Blickwinkel das Thema »Kindeswohlgefährdung« in den Blick nahmen. Daraus resultiert auch der erste Runde Tisch zum Thema, der bereits einmal zusammengetreten ist.

In der nächsten Woche nun steht die Aktionswoche unter dem Titel »Sucht und Mediensucht« mit dem Theaterpädagogen Dirk Bayer auf dem Programm. Mehrere Schulen, so Jagonak, hätten zudem erneut nach dem Stück »Hau ab« gefragt, das sexuellen Missbrauch thematisiert. Geplant ist, die Suchtprävention in diesem Jahr in weiteren Projekten aufzugreifen.

Nach Abhandlung der Regularien wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Die 53 Mitglieder würden sich über Unterstützung freuen. Wer Fips kennenlernen und die Arbeit des Präventionsvereins unterstützen möchte, kann sich im Internet unter www.fips-einbeck.de informieren.sts

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