Drei auf einen Streich für das TSV-Sporthaus

Zum Glasfaseranschluss bei Trinkwasser und Strom die Gunst der Stunde genutzt

Edemissens Ortsbürgermeister Ulrich Vollmer, Projektleiter Alexander Wegner, TSV-Geschäftsführer Martin Heise und TSV-Vorsitzender Jürgen Scheider (von rechts) an der offenen Baugrube auf dem Weg zum Sporthaus; neben dem Glasfaserkabel wurden auch ein Stromanschluss für Straßenlampen sowie eine Wasserleitung verlegt.

Edemissen. Edemissen bekommt im Moment schnelles Internet, die Firma Goetel verlegt Glasfaserkabel im Ort. Das Dorf war einer der Vorreiter im Leinetal, als es um die Versorgung mit leistungsfähigen Leitungen ging. Ortsbürgermeister Ulrich Vollmer hat früh und mit Erfolg dafür geworben. Wenn der Ort nun angeschlossen wird, soll das etwas außerhalb liegende Sportheim des TSV nicht abgehängt werden. In Eigenarbeit haben sich die Edemisser hier nicht nur für einen Glasfaseranschluss eingesetzt, sondern zusammen mit der Firma Goetel wurde es zudem möglich, Stromkabel für zwei zusätzliche Straßenlampen und eine neue Wasserleitung mit zu verlegen.

Ortsbürgermeister Ulrich Vollmer lobt die gute Zusammenarbeit von Goetel und der ausführenden Firma Con-e als Generalunternehmer, aber auch mit der Firma aus Litauen, die vor Ort eingesetzt ist: Man sei sehr zufrieden. Alexander Wegner, Projektleiter bei Goetel, bestätigte das. »Wir sind nicht mehr abgehängt«, ist Vollmer zufrieden. Die Arbeiten vor Ort würden sehr aufmerksam begleitet. Mit großen Unternehmen, die ebenfalls in diesem Bereich aktiv seien, wäre eine solche Absprache nicht möglich gewesen, ist er sicher. »Goetel kommt uns da sehr entgegen.« Mit Bauleiter Dirk Lindecke von Con-e habe man jemanden, der sich die Gegebenheiten vor Ort ansehe und der auch Vorschläge zur Ausführung mache.

Der TSV Edemissen, der nun tatkräftig beim Anschluss seines Vereinsheims mit anpackt, hat mehr als 250 Mitglieder. »Da tut sich viel«, freut sich der Vorstand. In den vergangenen Jahren ist das Vereinsheim am Sportplatz umfassend renoviert worden. Was noch fehlte, sind die Anschlüsse – und die wurden jetzt gelegt. Dazu wurde eigens die Bauweise geändert. Anstelle des gesteuerten Spülbohrverfahrens wird hier das teurere offene Verfahren genutzt, unter anderem deshalb, weil die Stromkabel nicht so tief liegen wie das Glasfaserkabel in zwei Metern Tiefe. Man habe für Trinkwasser und Strom gleich die Gunst der Stunde genutzt, so Vollmer. Zwar verfüge das Sporthaus über einen Brunnen. Durch behördliche Auflagen dürfe man dessen Wasser jedoch nur noch zum Duschen verwenden. Wird im Sporthaus etwa Kaffee gekocht oder abgewaschen, muss das Wasser dafür aus dem Ort mitgebracht werden. Und zwei Straßenlaternen auf dem Weg zum Sporthaus werden Gefahrenpunkte ausleuchten. Durch den hohen Bewuchs, so Vollmer, sei es dort richtig dunkel – jetzt könne man Abhilfe schaffen. Dass der TSV dabei Eigenleistung erbringt, sei eine Selbstverständlichkeit – und hier zeige sich wieder, wie flexibel ein kleines Unternehmen reagieren könne. Die Kosten für den Anschluss übernimmt der Verein.

Nachdem die Leitungen beziehungsweise die Rohre verlegt worden sind, wird im Anschluss die Glasfaser eingeblasen. Die Kabelmontage soll in Edemissen bis zum Ende der 31. Kalenderwoche erfolgen.

Im Dorf haben, so Ortsbürgermeister Vollmer, mehr als 80 Prozent der Haushalte einen Glasfaseranschluss geordert. Man würde sich ­freuen, bis zum Jahresende das Projekt abzuschließen. Zeitlich liege man da im Plan. Wenn alle Anschlüsse im Dorf fertig seien, werde es eine Feier für die am Bau beteiligten geben, kündigte er an.

Etwa 50 bis 70 Mitarbeiter sind bei Con-e mit der Ausführung an verschiedenen Baustellen im Leinetal beschäftigt. Damit sollen etwa 2.000 Haushalte Zugang zu einem Glasfaseranschluss kommen – rund 1.600 werden tatsächlich angeschlossen.

Den Vertrieb für die nördlichen Dörfer im Stadtgebiet hat sich Goetel für das nächste Jahr vorgenommen.ek

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