»Ek spräke Platt« in Drüber

Dritter Rang beim plattdeutschen »Schorse«-Wettbewerb

Über die Verleihung des Preises freuen sich (von links) Michael Heinrich Schormann, Albert Behrens, Lars Goltsche, Vincent Goltsche, Sabine Dreyer-Goltsche, Benedikt Goltsche, Sabine Emmendörffer-Bülau und Janet Mattern.

Drüber. Groß war die Freude an der Grundschule Drüber über den Gewinn des dritten Platzes beim Wettbewerb »Schorse spräket Platt«. Ausgelobt von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Niedersächsischen Landesschulbehörde steht im Mittelpunkt das ostfälische Platt, das im südöstlichen Teil Niedersachsens gesprochen wird. Sowohl einzelne Schüler als auch Klassen und Vereine konnten sich beteiligen.

Dabei wird der Wettbewerb bewusst offengehalten: Die Einreichung von Interviews, Geschichten, Hörspiele oder Dokumentationen waren möglich - Hauptsache, sie sprechen platt. Michael Heinrich Schormann von der Sparkassenstiftung und Janet Mattern von der Sparkasse Einbeck überreichten jetzt den Preis an Schulleiterin Sabine Emmendörffer-Bülau.

Ausgezeichnet wurde das Video vom dritten Streich von »Max und Moritz« in plattdeutscher Sprache, dargestellt von Vincent Goltsche (Max), Benedikt Goltsche (Moritz), Lars Goltesch (Meister Böck) und Sabine Dreyer-Goltsche (Frau Böck), und übersetzt ins Einbecker Platt von Albert Behrens. Schormann war begeistert von dem Film und das an der Grundschule Platt gesprochen wird. Früher war es weit verbreitet - heute nicht mehr.

Ziel des Wettbewerbs ist, dass die Teilnehmer das Plattdeutsch ihrer Region entdecken und selber ausprobieren. Gemeinsam mit Behrens, stellvertretender Vorsitzender des plattdeutschen Forums Südniedersachsen, machen sich die Viertklässler in Drüber »op ’n Weg« - so wie das Maskottchen »Schorse«: Er »schnackt« eben nicht Platt, sondern es »spräket«.

»Platt is cool«, betonte Behrens. Den Grundschüler der dritten Klasse werde jährlich auf dem Hof von Karl-Albrecht Hesse demonstriert, wie Landwirtschaft früher funktioniere. Dabei entstand zusammen mit Lehrerin Beate Holz-Engelhardt die Idee, Plattdeutsch den Schülern zu vermitteln.

Die Viertklässler sind mit Eifer dabei, so Behrens, mit Freude lernen sie es. Nach Marie-Celine Kunzi aus Dörrigsen 2017 ist jetzt Familie Goltsche der zweite Preisträger aus der Region. Albert Behrens sprach Lars Goltsche, der sich früher oft mit seiner Großmutter sich auf Plattdeutsch unterhielt, an, ob er nicht mit seiner Familie an Wettbewerb beteiligen wolle, da auch Vincent Goltsche beim ihm sie grad in der Schule lernte. Mit Freude wurde der Film erstellt, von dem auch Jury-Mitglied Rudolf Gruschinski angetan war.mru

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