Eigene Arbeit in der Hand halten

Musiker Tim Meyer aus Salzderhelden hat seine erste CD veröffentlicht

»Feelings« heißt die CD, die Tim Meyer jetzt veröffentlicht hat. Der 17-Jährige sieht seine berufliche Zukunft auch in der Musik: Er möchte Film- und Theaterkomposition studieren.

Salzderhelden. Tim Meyer ist soeben in die zwölfte Klasse gekommen, zwei Schuljahre sind es noch bis zum Abitur, aber wohin die berufliche Reise gehen soll, das steht für ihn schon fest: Er möchte Komposition für Film und Theater studieren. Eher durch Zufall ist der Salzderheldener in dieses Genre »reingerutscht«, wie er berichtet – aber inzwischen hat er Spaß daran, er ist erfolgreich, und soeben hat er als »Timmey« sein erstes eigenes Album fertiggestellt.

Es heißt »Feelings« und geht mit zwölf Tracks stilistisch in die Richtung Electronic/Alternative. »Es klingt in etwa wie eine Mischung aus Jean-Michel Jarre und David Guetta«, beschreibt Tim Meyer den Inhalt. Der Franzose Jarre hat in den 70er Jahren den Weg für elektronische Musik bereitet, und Guetta hat es mit tanzbaren Stücken und als DJ zu Weltruhm gebracht.

Neben den Instrumentalnummern sind auch zwei Songs mit Gesang auf dem Album. »Love feat. Hannah Siewert« bietet Ambient Pop/Dream Pop, während bei »Despair feat. Manuel Schauer« eine Singer-Songwriter-Ballade zu hören ist.

Begonnen hat Tims musikalischer Weg damit, dass er Keyboard mal ausprobiert hat. Das hat sich über Gitarre zur sehr erfolgreichen Mitwirkung in einer Band und inzwischen in einer zweiten Gruppe erweitert. Er hat Klavier- und Gitarrenunterricht und nimmt seit drei Jahren an einem Musiktheorieunterricht der Mendelssohn-Musikschule mit Blick auf ein künftiges Studium teil. Er hat eigene Stücke geschrieben, um seine Ideen festhalten zu können. Dabei komponiert er am Computer – mit Leidenschaft, denn das sei es, was ihm am meisten Spaß mache.

Dass das Projekt jetzt so groß geworden ist, hat ihn überrascht, sagt der 17-Jährige. Auch ein Video hat er zusammen mit einer Freundin unter anderem auf der Heldenburg gedreht, zu sehen bei Youtube. Auch auf Streaming-Plattformen, etwa Spotify, läuft es gut für ihn.

Die CD sieht er jetzt als einen Abschluss seiner Arbeit, »damit sie gehört werden kann.« Er sei stolz, das, was im Kopf und im Computer war, nun in der Hand halten zu können, berichtet er. Über fast zwei Jahre, bis zum vergangenen April, hat er dafür eigentlich jeden Abend am Computer gesessen. Unterstützung hat er von seinen Eltern erhalten: Sie seien einfach toll, und er könne das machen, was ihm Spaß bereite, zumal es in der Schule für ihn gut läuft. Und sie fahren ihn beispielsweise zu Terminen, oder auch bei der Auswahl eines Studienorts haben sie ihn begleitet. Viel Input bekommt er ebenfalls von seinem Lehrer Andreas Jaeger. Er habe eine Menge ausprobieren können.

Neben dem Abitur steht die Aufnahmeprüfung für das Studium im niederländischen Arnheim derzeit bei Tim Meyer im Mittelpunkt. Mit einigen Songs für ein mögliches weiteres Album hat er bereits angefangen: »Mal sehen, was draus wird.« Im Rahmen eines Kurses in Berlin hat er eine kleine Liveshow einstudiert, und er hat viel über Marketing erfahren und Kontakte geknüpft, auch international.

Sich mit Filmmusik zu beschäftigen, findet Tim Meyer spannend. »Den eigenen Namen mal im Abspann zu sehen, was wäre toll«, freut er sich auf künftige Herausforderungen.ek

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